Quoos ist da los?

Mit “Bild”-Vize Jörg Quoos könnte beim “Focus” nicht nur frischer Wind einkehren, sondern auch eine neue Lawine dümmlicher Fachpresse-Überschriften losgetreten werden. Clap gibt einen Ausblick auf die universell einsetzbarsten:

“Quooses Kino”

“Quoos legt los”

“Quoos vadis?”

“Quoocus”

“Ohne Quoos nix los”

“Die Quoote stimmt”

“Wann geht’s los, Herr Quoos?”

“Quoost Mahlzeit!”

“Quoosterferien”

“Alexander, der Quoose”

“Zu verquoost”

“Quoos erat demonstrandum”

“Quoosbusters”

“Quoos – Nachricht von Sam”

“Der Status Quoos”

 

Mr. Medientage

Es gibt einen Mann hinter der großen bayerischen Mediensause im Spätherbst: Christopher Tusch, Geschäftsführer der Medientage München GmbH. Der immer lauter gewordenen inhaltlichen Kritik an der Veranstaltung will er jetzt begegnen – wie er im Clap-Clubgespräch verriet.

Wie reagieren Sie, wenn jemand Sie „Mr. Medientage“ nennt?
Da fühle ich mich primär mal geschmeichelt. Aber die Medientage sind natürlich Ergebnis einer Teamarbeit.

Sie sind dort seit 1996 Prokurist und seit 2010 auch Geschäftsführer. Besonders in den Vordergrund haben Sie sich aber nie geschoben.
Mir geht’s auch nicht darum, mich selber zu profilieren. Dafür sind andere in der Medienszene besser geeignet.

Ach ja, wer?!
Bisher wurden die Medientage nach außen unter anderem sehr gut von Herrn Professor Ring verkörpert.

Ist es gerade im Münchner People-Business nicht unerlässlich, sein Produkt auch mit sich selber zu verkaufen?
Es gibt sicher viele Argumente dafür oder dagegen. Mein Stil ist es einfach nicht. Ich bin auch hierher relativ zögerlich gekommen. Jemand anders hätte vielleicht schon sehnsüchtig an der Tür gekratzt.

Davon können Sie ausgehen. Ärgert es Sie eigentlich, wenn es so selten heißt: „Hey, gehste auch mit auf das Wahnsinns- Medientage-Panel“, sondern immer: „Haste mal ’ne Karte für die Nacht der Medien“?
Das ist schon eine sehr starke Reduzierung unserer dreitägigen Veranstaltung, die mich ärgert. Unsere Hauptarbeit liegt in der Planung der Panels und der Umsetzung von Kongress und Messe. Aber dadurch, dass ich häufig gehört habe, die Party sei der wichtigste Medien-Event im Land, ist es für mich auch eine Genugtuung.

Aber die inhaltliche Kritik ist mit Sicherheit bis in jedes einzelne Medientage-Büro vorgedrungen: „Überall die gleiche Konsens- Soße.“ Wünschen Sie sich nicht manchmal mehr Zoff?
Auf jeden Fall! Aber es ist zunächst mal eine Mainstream-Veranstaltung, die im Premium-Sektor der Eintrittsgelder liegt. Wir refinanzieren uns aus den Erlösen, und da müssen wir uns schon anschauen: Woher kommen diese? Die Kongressmitveranstalter möchten ihre Referenten, die oftmals ihre Kunden sind, nicht unbedingt in Streitgespräche verwickeln.

Haben Sie nicht die Möglichkeit, bei der Zusammensetzung der Veranstaltung für mehr Streit unter den Teilnehmern zu sorgen?
Ja, und das werden wir heuer auch noch stärker versuchen. Wir werden unter anderem neue Veranstaltungsformate einführen und mit teilweise kleineren Podiumsrunden für hoffentlich mehr Polarisierung sorgen. Das wichtigste Element, das wir haben, ist der Moderator. Es gibt leider gar nicht so viele Moderatoren, die geeignet sind, ein Panel mit sechs, sieben Leuten erfolgreich zu lenken.

Vertragen die Diskutanten nicht mehr Zoff?
Die Zeiten von Georg Kofler vermisse ich natürlich auch. Zu seinen Panels wollten immer alle hin.

Derzeit ist die deutsche Medienlandschaft also nicht geschaffen für Reibung und Auseinandersetzung?
Spätestens seit dem Platzen der Dotcom-Blase werden viele Unternehmen streng betriebswirtschaftlich und zum großen Teil von Controllern geführt. Als Referenten haben diese Personen nur selten ihren Schwerpunkt auf kreativem Gedankenaustausch, da sie als Controller ganz genau wissen, wie gering die Spielräume ihres Unternehmens sind.

Wie wichtig ist die Elefantenrunde, die immerhin live im Nachrichtenfernsehen läuft?
Die Elefantenrunde hat die größte Außenwirkung für die Medientage insgesamt. Das Format hat sich über die Jahre möglicherweise leicht abgenutzt, sodass wir hier Änderungen anstreben, etwa die Anzahl der Teilnehmer zu verringern. Aber es darf nicht zu große Brüche geben. Wir sind bestrebt, dass dieser ehemalige rundfunkpolitische Gipfel zu einem modernen medienpolitischen Gipfel wird. Mein Ziel ist es, dass der Mediengipfel schwerpunktmäßig das jährliche Medientage-Motto diskutiert und damit ein Querschnitt aller folgenden Panels der Medientage ist.

Was ist das Faszinierende an dem Job?
Arbeiten im Glamour der Medienbranche. Wir versuchen, Plattformen für das Networking zu entwickeln und kommen dabei mit interessanten Menschen und Unternehmen in Kontakt. Wir können viele Ideen ausprobieren. Ich möchte Sachen verändern und weiterbringen. Da braucht man übrigens mitunter sehr viel Geduld.

Die ist bei Ihnen wann am Ende?
Bei einer unlogischen Argumentation.

Wie halten Sie sich fit?
Im Winter fahre ich gerne Ski. So war ich letztes Wochenende bei minus 28 Grad auf der Kristallhütte in Hochfügen beim Skifahren – mit vielen meiner Freunde, die ich zum Teil schon aus meiner Schulzeit kenne. Bis zum 40. Geburtstag habe ich gesagt: Ich habe für Golf keine Zeit. Dann habe ich die Platzreife gemacht, und jetzt spiele ich seit vier Jahren. Und liebe es.

Haben Sie eigentlich Angst vor Haarausfall?
Nein, eher vor grauen Haaren. Äußerlichkeiten spielen meiner Meinung nach in unserer Gesellschaft im Job eine große Rolle. Es geht darum, fit, jugendlich und vital zu wirken. Das ist gerade in München wichtig.

So, so: ein eitler Mensch!
Schon immer gewesen.

 

 

 

Das neue Clap ist da!

Im Titelporträt von Ausgabe 39 verrät ProSieben-Fun-Boss und Flugunternehmer Christoph Bellmer, warum er gern auch mal “den Loop mit großer Lust total krumm in die Luft” fliegt und Sendungen wie das “Dschungelcamp” seine “mentale Geschmacksgrenze” unterschreiten …

“GQ”-Macher José Redondo-Vega lässt im Clubgespräch durchblicken, wofür er seinen Chefredakteurssessel verlassen würde. Der Partnertest enthüllt, wer vom Red-Seven-Dream-Team smarter aus einem Auto aussteigt: Knut Heckel oder Jobst Benthues. Und Karlchen-Erfinder Björn-Hergen Schimpf beschreibt seine Sicht des heutigen Privatfernsehens. Außerdem: Wir haben RTL-Chefin Anke Schäferkordt (und andere Mediengrößen) mal so richtig verjüngt, und DFL-Sonnenkönig Christian Seifert mit einem Clap-Poster bedacht. Wenn Sie wissen wollen, was seine Insignien sind und ob Sie eventuell auch auf DER Namensliste des Jahres stehen, dann geht es hier zur aktuellen Ausgabe >>

Das neue Clap ist da!

In der Titelgeschichte von Ausgabe 38 verrät NBC-Universal-Chefin Katharina Behrends, was sie über deutsche Business-Frauen denkt, Bald-Ex-ProSiebenSat.1-Boss Andreas Bartl, ob er es lieber süß oder salzig liebt und Medientage-Geschäftsführer Christopher Tusch, wie er auf seinem Kongress für mehr Zoff unter den Diskutanten sorgen will …

Außerdem sinniert History-Boss Andreas Weinek im aktuellen Clap über den Eigenproduktionswahn im Pay-TV. Und: Warum die beiden Serviceplan-Manager Ronald Focken und Florian Haller eiskalte Business-Typen sind, wie Condé-Nast-Mann Moritz von Laffert öfter mal den Bock abschießt und wem die freizügigsten Beine im Mediengeschäft gehören. Ach ja, und Vox-Chef Frank Hoffmann haben wir ein paar Styling-Tipps verpasst.

Clap gründet Kreativ-Einheit

Das People-Magazin der Kommunikationsbranche erweitert sein publizistisches Angebot: Nachdem das Team um die Gründer Peter „Bulo“ Böhling (l.) und Daniel Häuser in der Vergangenheit bereits Corporate-Publishing-Produkte für Kunden wie SevenOne Media, Vision Media oder NBC Universal produzierte, soll dieser Bereich in Zukunft noch intensiver bearbeitet werden. „Wir freuen uns sehr, dass immer mehr Unternehmen offenbar den speziellen Clap-Blick auf die Branche wünschen“, so Häuser. „Mit Clap Concepts können wir uns dieser Nachfrage entsprechend widmen.”

Einer der Startkunden für die Neugründung: der Kölner Out-Of-Home-Media-Spezialist Ströer, für dessen neue Kommunikationsplattform „Unusual Habit“ die Münchner eine ungewöhnliche Unternehmenspublikation realisieren. Eine aktuell laufende Special-Interest-Printkampagne des Satellitenbetreibers Astra geht ebenfalls auf das kreative Konto von Clap.

„Wir wollen bedrucktes Papier spannender machen, egal in welcher Form“, fasst Böhling den Unternehmensgedanken zusammen. Neben der Gestaltung von Magazinen und Büchern haben er und Häuser in den vergangenen fünf Jahren immer wieder auch Konzepte für Kunden von A (wie Axel Springer) bis Z (wie ZDF) entwickelt. „Da ist noch Luft nach oben!“, ist sich Böhling sicher. Ein Büro in Dubai wollen die Clap-Macher derzeit allerdings noch nicht eröffnen. Von München aus werde man sich weiterhin überwiegend den Ideen „für Neugierige, Eitle und Schadenfrohe“ widmen – so der Untertitel des Haupthefts Clap, das von 2012 an zweimonatlich erscheinen wird.