Ihr Engagement sei „endlich“. Das sagte Condé Nast Deutschland-Chefin Jessica Peppel-Schulz heute im Morning Briefing vor den Mitarbeitern. Nach Clap-Informationen rückt ihr Weggang tatsächlich näher, es wird aber kein Abschied Knall auf Fall. Er könnte Ende des ersten Quartals 2021 Realität werden.

Peppel-Schulz ist seit April 2019 Deutschlandchefin von Condé Nast. Sie übernahm die Geschäfte von Moritz von Laffert und kam in einer Zeit des großen Umbruchs. Ihr Ziel war der Umbau des Verlags zu einer Art Agentur mit angeschlossenen Medienmarken. Auch im Mutterhaus gab es seit ihrer Amtszeit enorme Unruhe. Bis heute ist beispielsweise nicht klar, wie es mit den Condé Nast-Büros im One World Trade Center weitergehen wird.

Spätestens nachdem der Weggang von Auslandschef-Chef Wolfgang Blau beschlossene Sache war, rückte auch die zentralere Struktur für die einzelnen Ländereinheiten immer näher ins Blickfeld. Das damit Peppel-Schulz und drei ihrer europäischen Kollegen ihre Posten verlieren könnten, darüber wurde seither schon länger spekuliert. 

Erst gestern wurde Natalia Gamero del Castillo Calleja zur Geschäftsführerin für das Europa-Geschäft nominiert. Die Position ist neu. Gamero del Castillo soll von London aus alle europäischen Aktivitäten leiten – also die Geschäfte in Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien.

Aus der Mitteilung ging gestern nicht hervor, ob und wie sich das gebündelte Europa-Geschäft auf die bisherigen Länder-Chefs auswirkt. Eine Entscheidung darüber scheint also schon gefallen zu sein. (dh)