Sich vom Saulus zum Paulus machen und den Rest der eigenen Sippe verpetzen – so einfach produziert sich mit dümmlich-dreister TV-Werbung (Spot siehe hier) heute ein Aufregerchen (siehe hier). Da haben Journaille und digitale Horde wieder was zum Spielen. Gemeint ist der aktuelle Commerzbank-Spot, bei dem die grandiose Hamburger Agentur Thjnk Regie führte. Schon jazzen die Gazetten den 60-Sekünder zum „Skandal-Spot des Jahres“ hoch. Geschenkt! Denn in ihrem Feuereifer haben sie ein ganz anderes Detail übersehen: Die heiße Tussi, die sich vom Nobody in die Rolle der Filialdirektorin Lena Kuske joggt, landet im falschen Haus. Statt in ihre Hamburger Klitsche um die Ecke zu rennen, wo sie eigentlich hingehört, steht sie am Ende im Frankfurter Commerzbank-Tower und glotzt selbstzufrieden aus dem Fenster. Mal abgesehen von der peinlichen Realsatire, die der Spot präsentiert – so sehr, wie sich die Banken winden und immer wieder ihre Marschrichtung ändern, kann man als Agentur aber auch schon mal den Überblick verlieren … Oder macht Kohle blöd? (bp)
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