Als hätte er’s vorausgesehen, rief „Bild“-Boss Kai Diekmann jüngst „Aus Fehlern lernen“ als neue Maxime aus. Die Gelegenheit dazu ist günstig, denn: Es herrscht Enttäuschung bei vielen Business-Kunden. Unternehmen, die über Logistik-Dienstleister die „Bild“-Zeitung im Abonnement beziehen, konnten überraschenderweise das neue Paid-Content-Angebot des Springer Verlags noch nicht nutzen. Grund: Die Dienstleister scheinen vergessen zu haben, die E-Mail-Adressen dieser Kunden rechtzeitg in ihrer IT anzulegen. Nun werden die Codes für diese Business-Kundschaft – zu denen alle großen Medienunternehmen wie die RTL-Gruppe, Sky Deutschland oder ProSiebenSat.1 zählen dürften – mit der gedruckten Ausgabe ab nächster Woche einzeln verschickt.

Die Folge: Bis das Problem gelöst ist, müssen sich diese Kunden nach Zusendung der „Bild“ täglich mit einem neuen Code einwählen. Da ein großer Teil des Bild-plus-Contents aber aus der haptischen Zeitung besteht, ein nahezu sinnfreies Unterfangen. Springer-Speaker Tobias Fröhlich spricht lediglich von Einzelfällen, die von der über 100-köpfigen Call-Center-Mannschaft gelöst wurden, indem der Zugangscode manuell zugeschickt wurde. Allerdings verweist Fröhlich auch auf die frühe Phase des Bild-plus-Plans. Täglich würden die Abläufe im gesamten Team noch optimiert und gegebenenfalls angepasst.

(dh) Illustration: Clap