„Allemagne – zero points“ hieß es in diesem Jahr für die deutschen Radiowerber bei den Radio Lions in Cannes. Und so ergriffen wir die Chance, den erstaunlich braun gebrannten RMS-Geschäftsführer Florian Ruckert mit dem enttäuschenden Ergebnis bei seiner Roadshow zu konfrontieren.

Herr Ruckert, kein einziger Löwe in Cannes. Wie konnte das passieren?

Ruckert: Ein bisschen Enttäuschung ist bei so einer Meldung natürlich dabei. Da gibts noch Luft nach oben.

Wo sehen Sie Handlungsbedarf?

Ruckert: Gefragt sind ein besseres Storytelling und klarere Ideen. Und nicht der Versuchung erliegen, immer zu versuchen, alle Produktbenefits und Preisvorteile in einem Spot unterzubringen. Das gilt nicht nur für Cannes, sondern generell für die Hörfunkwerbung.

Nun wird in so einem Fall wie in Cannes gerne die Sprachbarriere als Grund herangezogen.

Ruckert: Es fängt mit guten Ideen an und dann kann man sich um die Übersetzung kümmern.

Ärgert es Sie, dass Sie wegen der Roadshow nicht nach Cannes reisen konnten?

Ruckert: Nein, die Croissette ist zwar schön, die Partys sind immer nett. Viel wärmer als hier ist es dort aber gerade auch nicht.

(dh) Foto: Alexander von Spreti/Clap