Ja, jetzt herrscht große Ausverkaufsstimung auf dem Printmarkt. Seit Axel Springer alles rausgehauen hat, was nicht niet- und nagelfest ist, müssen die Printmediengesetze wohl neu geschrieben werden. Was passiert, wenn sich die Döpfner-Mentalität durchsetzt? Also alles aus der Hubschrauberperspektive zu verkaufen, was nicht mehr so richtig geil ist? Folgendes könnte alles letztlich noch im Portfolio von Funke-Mann Christian Nienhaus landen, wenn die anderen Großverlage tabula rasa machen:

Bauer Verlagsgruppe

Goodbye Tina, Bella, Laura! Alle drei chancenlos – der Frauenzeitschriften-Markt ist sowieso hoffnungslos überbesetzt. Und TV Movie, TV klar und TV 14? Springen alle über die Klinge. Wer schaut sich künftig noch das TV-Programm in gedruckter Form an? Döpfner hat’s doch vorgemacht. Autozeitung? Auch raushauen. Spielt ohnehin nur die zweite Geige. Letztlich bleibt Heinz Heinrich Bauer fokussiert auf:

Zeitschriften_Bauer

Burda-Verlag

Totaler Kahlschlag auch in Offenburg und München. Also weg mit der Freizeit Revue – die Zielgruppe gibts höchstens noch ein oder zwei Quartale! Und ja, den Playboy, den brauchste auch nicht mehr. Nackte Weiber drucken ist ja ein totaler Quatsch. Chip muss auch raus. Mit dem ganzen Computerkram soll sich IDG rumärgern. Aus Spaß an der Freude behält Hubert Burda:

Zeitschriften_Burda

Gruner + Jahr

Wo steckt eigentlich Julia Jäkel? Lange nichts mehr gehört, was so operativ abgeht. Die große Digitaloffensive fordert wohl die ganze Aufmerksamkeit. Printmäßig jetzt ja sowieso schon ausgedünnt, aber es geht noch was. Beef und Dogs waren doch nur so eine Laune von Bernd Buchholz. Und diese ganzen Spin-Offs, da gibt’s noch viel zu viele. Weg mit Gala Men, Gala Style und Geolino. Julia Jäkel behält:

Zeitschriften_GUJ

(dh) Fotos: Screenshots / Illu: Bulo