Es war nur eine zufällige Aufnahme, die wir im November 2008 vom Gruner + Jahr-Gebäude in München gemacht hatten. Erst in der Redaktion stellten wir erstaunt fest: Die Fahne hängt verkehrt herum. Nur ein Zufall so kurz nach der damals verkündeten Schließung der G+J-Filiale in Köln? Ein verwirrter Bauarbeiter, der mit dem Logo des Großverlags nicht vertraut war? Wohl kaum. Denn es hatte sich schon lange angedeutet, dass die Randaktivitäten, die in München publiziert werden auch gut und gerne in der Zentrale in Hamburg gemacht werden können. Und so kam es in dieser Woche wie es leider kommen musste: in Zeiten der Sparbemühungen war eine Schließung der nicht gerade günstigen Filiale nur eine Frage der Zeit. Fahne verkehrt aufhängen bedeutet Kapitulation. Oder es ist ein Hilferuf. Jetzt muss die G+J-Fahne abmontiert werden.

(dh) Foto: Daniel Häuser