Wenn Sie unsere kleine Sammlung an lieb gemeinten Ratschlägen beherzigen, sollten Sie unbeschadet auch durch die zweite Oktoberfest-Woche kommen:

1. Selbstverständlich dürfen Sie während der Wiesnzeit mit Dirndl und Tracht in die Arbeit kommen – Sofern Ihr Boss Gottfried Zmeck heißt, und Sie beim Ismaninger Heimatkanal arbeiten.

2. Nicht verwechseln: Schießen Sie Ihrem PR-Schatzerl eine Rose und kaufen Sie ihm/ihr eine Fischsemmel. Nicht umgekehrt!

3. Sie dürfen nach drei Mass Bier Thomas Ebeling gern duzen. Vergessen Sie die neue Vertrautheit aber auch nicht am kommenden Tag. Es heißt dann: „Du, Thomas, muss ich meinen Schreibtisch wirklich noch heute räumen?“

4. Sollten Sie auf der Hubert-Burda-Wiesn eingeladen sein, machen Sie dem Mann eine Freude. Bitten Sie ihn, auf der Empore des Hippodroms die Macht und das Mikrofon zu übernehmen und „Muss I denn zum Städtele hinaus?“ zu intonieren. Bringen Sie sich aber rechtzeitig vor den ausflippenden Fans in Sicherheit.

5. Der Spruch „Ich kenn aber die Haffas“ funktioniert bei geschlossenen Bierzelt-Türen schon lang nicht mehr.

6. Ein „Bestellen Sie sich, was Sie wollen“ vom Firmenchef bedeutet nicht, dass Sie sich, die rassige Brezn-Verkäuferin und die fesche Sängerin mit ausreichend Methusalem-Botteln Champagner eindecken dürfen.

7. Sollten irgendwann nach Mitternacht drei bullige, schwarz gekleidete Typen mit Knopf im Ohr an Ihrem Tisch auftauchen, dann ist das nicht eine Show-Einlage des Action-Kanals AXN. Sie sollten dann besser möglichst schnell und freiwillig das Festgelände verlassen.

8. Manche Gastgeber(innen) werden auch nach 15 Litern Aperol Spritz nicht schöner.

9. 9,80 Euro ist der Preis für einen Liter, nicht für einen Kasten Bier.

10. Ihre Krawatte und Sonnebrille legen Sie bitte schon in Wiesn-Nähe ab. Es sei denn, Sie kommen von den Großdinghartinger Amateur-Krachis „Blues Brassers“, die in einem der kleinen Weinzelte für Stimmung sorgen sollen.

11. Wenn Sie Vegetarier sind, können Sie eigentlich zu Hause bleiben.

(boe) Illu: Bulo