Im Vorfeld der Münchner Medientage hat uns Konstantin Neven DuMont in der Clap-Kantine verraten, dass er seine Medienbeteiligungen zwar behält, sich künftig aber hauptsächlich um seine Immobiliengeschäfte kümmern will. Auf dem Publishers‘ Summit verleitete das Berlins regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit gerade zu folgender Aussage:

„Wenn ein Verlegersohn in Interviews verkündet, erst einmal lieber in Immobilien zu investieren und irgendwann vielleicht mal wieder in eine Zeitung, dann ist in dieser Familie etwas schief gelaufen.“ (Nachzulesen bei den Kollegen von Horizont)

Wir haben Neven DuMont daraufhin gefragt, ob er Wowereit nicht antworten wolle. Er wollte. Und obwohl er sich gerade im Nordsee-Urlaub befindet, bekamen wir folgende spontane Zeilen. Geschrieben in zehn Minuten, wie er ausdrücklich betont …

„Lieber Klaus Wowereit,
als Chefvermarkter unserer Hauptstadt machen Sie einen tollen Job. So Sprüche wie „arm, aber sexy“ müssen einem auch erst mal einfallen. Außerdem bereichern Sie so gut wie jede Party. Davon konnte ich mich ja sogar schon mal persönlich überzeugen. Respekt. Gleichzeitig muss ich mit Ihnen aber auch schimpfen. In Sachen Familienunternehmen, Medien- oder Immobilienwirtschaft scheinen Sie sich unzureichend auszukennen. Anders lässt sich Ihre Aussage auf dem Publishers‘ Summit nicht verstehen. Haben Sie denn noch gar nicht mitbekommen, dass es mit dem privat finanzierten Qualitätsjournalismus seit Jahren bergab geht? Außerdem finde ich es unmöglich, wie dilettantisch Sie sich gegenüber den Baufirmen des Flughafens Berlin Brandenburg verhalten haben. Wenn ich so etwas machen würde, wäre ich schon längst pleite. Deshalb habe ich eine Bitte an Sie. Wenn es bei Ihnen das nächste Mal um Immobilien, Medien oder Familienunternehmen geht, wenden Sie sich direkt an mich. Dann wird bestimmt alles gut.
Beste Grüße
Konstantin Neven DuMont“

(Bulo) Foto: Sabine Höroldt