Es geht nicht nur um Auflagen und Klicks: Im Kampf um mehr Facebook-Fans hatte „Focus Online“ im vergangenen Jahr bekanntlich die Like-Wall eingeführt. Hat das was gebracht? Zwar nicht in großem Ausmaß, aber zumindest landet „Focus Online“ womöglich durch diese Aktion beim Social Network derzeit noch vor „Süddeutsche“ und „FAZ“. Und im Vergleich zur Auflage gar nicht mal so weit entfernt vom „Stern“. Unangefochtener Facebook-Sieger unter den deutschen Qualitätspublikationen aber ist die „Bild“-Zeitung. Sie hat mehr als doppelt so viele Facebook-Likes wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Der heutige Stand der Facebook-Likes sieht übrigens so aus:

Bild: 1.073.244 „Gefällt mir“-Angaben

Spiegel: 413.819 „Gefällt mir“-Angaben

Die Zeit: 223.081 „Gefällt mir“-Angaben

Stern: 146.969 „Gefällt mir“-Angaben

Focus: 114.550 „Gefällt mir“-Angaben

Süddeutsche: 109.306 „Gefällt mir“-Angaben

FAZ: 101.900 „Gefällt mir“-Angaben

Die Welt: 92.033 „Gefällt mir“-Angaben

Auf Facebook hatte „Focus Online“ übrigens vor der Like-Wall-Aktion rund 50.000 Fans, wie der Dienst Meedia berichtete. Somit konnten die Likes insgesamt mehr als verdoppelt werden. Aber auch die „FAZ“ schaffte das innerhalb dieses Zeitraums von einer ähnlichen Basis, wenn auch nicht ganz im gleichen Maße. Der „Stern“ konnte in diesem Zeitraum (ausgehend von 72.000) seine Fangemeinde fast verdoppeln, ohne Facebook-Like-Wall. Überdurchschnittlich steigern konnte sich übrigens „Welt Online“, die ihre Likes seit Mitte 2012 verdreifachen konnten. Übrigens ist die „Like-Wall“ von „Focus Online“ nur unregelmäßig aktiv, derzeit taucht sie auf der Webseite nicht mehr auf.

Es geht natürlich auch ohne Facebook. Das Magazin „Clap“ hat derzeit gar keine Gefällt mir-Angaben. Sie finden die Macher, wie rechts zu sehen, auf Twitter.

(dh) Illu: Clap