Okay, die schwitzenden Dicken auf den Wahlplakaten der CSU sind keine Offenbarung. Aber zumindest weiß der Europa-Wähler, was ihn mit den Amigos nach seinem Kreuzchen am 25. Mai erwartet, und an wen er damit Gruselpunkte vergibt. Anders bei den Piraten. Hier legt man offensichtlich gesteigerten Wert darauf, sich personell und inhaltlich komplett intransparent zu zeigen. Manch einer möchte behaupten: sich vollends lächerlich zu machen. „Europa grenzenlos“ also. Oder doch eher hüllenlos? Oder gar planlos? Gut, das folgende Plakat animiert dazu, sich mal wieder den Sophokles-Teller bei Dimitri zu kredenzen. Vielleicht versteht der ja, worum es hier geht …

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Ach so, um Europa! Klar. Und bei diesem hier … „höra“ und „din“ schienen dem Artdirektor wichtig zu sein. Wenn man als Durchschnittsdepp nur wüsste, was das denn heißt …

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Ja, beim folgenden Plakat ist völlig klar: Seeräuberhauptmann Efraim Langstrumpf segelt mit der Hoppetosse zu seiner Tochter Pippi, um mit ihr zusammen ins Wahllokal … oder doch nicht? …

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Hmmm, doch nicht so einfach. Ahhh, jetzt aber: Die Piraten lieben das Internet, richtig? …

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Ja, darum geht’s: Internet! INTERNET!!! Nee, im Ernst, Leute: Ihr wollt doch von möglichst vielen gewählt werden, oder? Dann solltet ihr Wissen und Wahrnehmung der Deutschen, oder der Bayern, oder mindestens der Münchner etwas mehr berücksichtigen. Oder fandet ihr die offiziellen Partei-Plakate doof und habt deshalb einfach die der europäischen Nachbarn verklebt? Wie auch immer: Clap Concepts macht euch für die nächste Wahl gern mal ein paar Vorschläge.

(Bulo) Fotos: Bulo