Vorerst wird es kein weiteres Männermagazin auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt zum Kaufen geben. Der ursprünglich angedachte Launch-Termin im Herbst für eine deutsche Ausgabe des Magazins „Esquire“, das Burda in Zusammenarbeit mit Hearst herausbringen wollte, ist vorerst abgesagt. Burda-Vorstand Philipp Welte priosiere derzeit andere Ziele. So steht unter anderem eher die Zusammenführung der Corporate Publisher Burda Creative und Kircher Burkhardt sowie die Stabilisierung der Zeitschriftenmarke „Focus“ im Vordergrund der derzeitigen Verlagsaktivitäten. Im Umkehrschluss heißt das wohl: nur wenn sich im Verlagsgeschäft wieder etwas mehr Licht am Ende des Tunnels abzeichnet, wagen sich die Münchner an neue Objekte. „Playboy“-Chefredakteur Florian Boitin, der mit den Vorbereitungen für den Launch betraut worden war, kann sich somit zunächst auf seine vergleichsweise gut laufende Magazinmarke konzentrieren. Vor rund einem Jahr sah wohl die Zeitschriftenwelt noch etwas weniger schwierig für Burda aus. Da brachte der Verlag zusammen mit Hearst eine deutsche Ausgabe von „Harpers Bazaar“ auf den Markt.

(Daniel Häuser) Foto: Esquire