Das „Sommersonnenwendfest“ der Mediaagentur OMD stieg in dieser Woche ausgerechnet am gleichen Tag wie das EM-Spiel Deutschland gegen Nordirland. Mit am Start war „Playboy“-Chef Florian Boitin. Er musste noch vor dem Match die Konzentration der Zuhörer hochhalten, schließlich wollte er ja noch eine Rede halten. Wir befragten ihn am Rande der Veranstaltung, wie er damit klar gekommen ist:

Sie haben gerade bei einem Sommerfest für die Mediaagentur OMD einen Vortrag gehalten. Mussten sich aber beeilen, weil gleich das nächste EM-Spiel angepfiffen wird. Fühlen Sie sich nicht ein wenig gehetzt?
Boitin: Wenn Sie ins Publikum gucken und lauter erwartungsfrohe Menschen im DFB-Trikot sehen, die gespannt auf die Großleinwand hinter einem blicken, ist Überziehen keine Option. Der eigentliche Grund war aber, dass ich selbst keine Minute des Deutschlandspiels verpassen wollte. Und so hab ich mich in der Rolle des personifizierten Vorspiels sehr wohl gefühlt.
Während so einer Europameisterschaft ist so mancher Branchenteilnehmer ziemlich schlecht zu erreichen. Wie verändert sich denn das Burda-Verlagsleben während eines solchen Großevents? Geben Sie ihren Leuten frei bei wichtigen Spielen?
Boitin: Bisher waren die Deutschlandspiele ja mit einer Ausnahme recht arbeitgeberfreundlich terminiert, sprich am Wochenende oder am späten Abend. Das entscheidende Gruppenspiel am Dienstag sah das Playboy-Team gemeinsam in der Redaktion, da muss die Arbeit dann schon mal ruhen.
Sie sind zwar der Hüter der Bunnys aber auch Fußballkenner. Welcher Mannschaft würden Sie denn eine Überraschung zutrauen?
Boitin: Schon verstanden, ganz nach dem Motto „Fußball und Frauen – mit Bällen kennt er sich ja aus“. Aber im Ernst: Ich finde, es hat jetzt schon faustdicke Überraschungen gegeben. Wer hätte zum Beispiel erwartet, dass sich die „Fußballriesen“ Island, Wales und Ungarn so souverän für die K.O.-Phase qualifizieren würden? Das klägliche Ausscheiden Russlands, immerhin Ausrichter der nächsten WM, hat mich ebenfalls überrascht. Aber weitere Sensationen wird es nicht mehr geben: spätestens im Halbfinale stehen sich die großen Favoriten Deutschland, Frankreich, Portugal und Belgien gegenüber.
Welche Ihrer deutschen Plamyates ist denn der größte Fußballfan?
Boitin: Viele unserer Playmates fiebern bei dieser EM mit, bestens zu verfolgen auf Facebook. Zum Deutschlandspiel gegen Nordirland kam aber unsere Miss April tatsächlich zum gemeinsamen Gucken in der Arabellastraße vorbei. Da war dann doch der eine oder andere meiner Kollegen nicht mehr ganz so konzentriert beim Spiel…

Boitin bemühte erstaunlicherweise Springer-Chef Döpfner in seinem Vortrag: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“

Die beiden OMD-Gastgeberinnen Julia Tillack (links) und Petra Strauss hielten sich nicht lange bei der Vorrede auf.

Extremsportlerin Gela Allmann stürzte 800 Meter in die Tiefe und kann jetzt nach Genesung, Gott sei Dank, Motivationstipps geben.

Jede Menge Agenturmenschen beim nahenden Public Viewing.

Interview: Daniel Häuser

Fotos: Alexander von Spreti