10 Jahre Maxdome, das feierte ProSiebenSat.1 ausführlich mit einem Branchenevent. Einige Neuerungen gibt es auch, so ist Schauspielerin, Buchautorin und Moderatorin Collien Fernandes-Ulmen neue Markenbotschafterin für den VoD-Service. Neben ihr tritt eine Reihe von prominenten „Maxperten“ als eine Art  Wegweiser für Maxdome auf. Wir trafen sie für ein Interview:

Sie sind ab sofort Markenbotschafterin und „Maxpertin“ bei Maxdome. Sie haben schon sehr viele unterschiedliche Engagements in der TV-Branche gehabt, aber als Filmkritikerin sind Sie bis jetzt noch nicht so bekannt gewesen. Wie sind Sie zu dem attraktiven Job gekommen?

Fernandes-Ulmen: Ich bin einfach durch und durch Cineast. Insofern passt der Job perfekt zu mir. Vor allem schaue ich gerne deutsche Filme. Nachdem ich selbst in bereits über 50 Filmen mitgespielt habe, weiß man irgendwann auch welcher deutsche Regisseur wie tickt, dass einen wenn man einen Film von Vanessa Jopp schaut extremste Authentizität erwartet, da sie am Set sehr viel wert auf Natürlichkeit legt und dass es zum Beispiel bei Franziska Meyer-Price gerne auch mal etwas alberner werden kann. Man bekommt auch oft von Leuten aus der Branche Filme empfohlen auf die man sonst vielleicht gar nicht gekommen wäre und diese Tipps gebe ich nun weiter.

Christine Theiss, Jan Hahn oder Stefanie Heinzmann sind zum Start als Promi-Maxperten dabei. Wen würden Sie am liebsten noch als Sachverständigen für den internationalen Film gewinnen?

Fernandes-Ulmen: Das ist schwer zu sagen, da man nicht weiß, was welcher Hollywoodstar konsumiert. Vielleicht hat Brad Bitt einen total trashigen Filmgeschmack und guckt nur Schrott, dann kann er mir auf der Suche nach tollen Filmperlen auch nicht weiter helfen.

Kauft sich wirklich jemand ein Maxdome-Abo, weil Jan Hahn meinetwegen den Film „Autobahnraser“ gut findet?

Fernandes-Ulmen: Man lässt sich natürlich von denen inspirieren, die cineastisch gleich ticken. Monica Ivancan hat beispielsweise nur Tussifilme empfohlen. Das ist alles gar nicht mein Ding. Dafür habe ich festgestellt, dasss Maxperte Tristan einen ähnlichen Filmgeschmack hat wie ich, von seinen Empfehlungen werde ich mir auf jeden Fall einige anschauen. Bei einer Auswahl von über 50.000 Filmen ist es schwierig die Filme die zu einem passen von alleine zu finden. So kann es passieren, dass der ganze Filmeabend allein für die Suche nach einem passenden Film drauf geht, da man das meiste das in irgendwelchen Top 10-Rankings zu finden ist, bereits gesehen hat. Das habe ich auch schon erlebt, dass man Stunden lang nach Filmtipps googelt und am Ende von der ganzen Sucherei viel zu erschöpft ist um überhaupt noch einen Film zu schauen.

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Die prominenten Maxperten finden naturgemäß fast nur positive Worte bei den Maxdome-Rezensionen. Gibt es denn eine Art von Serie, bei denen Sie grundsätzlich abschalten?

Fernandes-Ulmen: Das liegt in der Natur der Sache, weil jeder seine 10 Lieblingsfilme und Serien vorstellt. Es wurden einem nicht nach Zufallsprinzip irgendwelche Filme raus gesucht die man rezensieren sollte. Bei den Filmen die Monica Ivancan empfiehlt würde ich beispielsweise abschalten. Aber das ist ja auch das tolle bei Filmen, dass man sich so herrlich darüber streiten kann. Einigen Maxdome-Kunden sind vielleicht meine Filme zu düster und sie gucken lieber das was Monika empfiehlt. Würden Monika und ich uns zum gemeinsamen Filmeabend verabreden könnte es auf jeden Fall schwierig werden auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, es müsste ein Film mit Ryan Gossling zum Thema aktive Sterbehilfe sein, dann wäre für uns beide was dabei… (lacht)

Welche Maxperten-Aktionen sind denn mit Ihnen künftig geplant?

Fernandes-Ulmen: Ich bin ja nur Gast-Maxpertin. Vor allem bin ich das neue Maxdome-Testimonial und werde in dieser Funktion TV-Spots drehen, aber Filmtipps zu geben hat mir großen Spaß gemacht, so dass ich bestimmt auch zukünftig noch weitere Filmtipps auf mein Maxdome-Profil stellen werde.

 

 

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Übrigens: in gechillter Atmoshäre zeigte P7S1-Digitalvorstand Christian Wegner (links) im Bayerischen Hof die Neuerungen in einem Kino.

Interview: Daniel Häuser

Fotos: Alexander von Spreti