Sky-Chef Carsten Schmidt liebt offenbar rockige Töne. Mit den Rolling Stones als Hintergrundmusik läutete er am gestrigen Donnerstag eine neue Ära in der Sportberichterstattung ein. Bei der Einweihung des neuen Hochglanz-Studios bemühte der Pay-TV-Sender aber nicht nur die musikalische Geschichte der neuen Räumlichkeiten: so traten dort neben den Stones auch Thomas Gottschalk, Hans Rosenthal oder Klaus Kinksi an. Und in dieser Liga soll hier nun weiter gespielt werden.

In fußläufiger Entfernung zum Sky-Hauptquartier gelegen müsse nun im neuen Studio jedenfalls keiner mehr den beschwerlichen Weg nach Ismaning antreten und komplizierte Anfahrtsbeschreibungen gehörten nun ebenfalls der Vergangenheit an, erklärte Schmidt sowie Sky Sport-Moderatorin Britta Hofmann (Foto oben) den anwesenden Kollegen, Geschäftspartnern und Journalisten.

Die neuen Räumlichkeiten sind gerade erst fertig geworden: noch nicht mal die Folien sind von dem spiegelnden Fußboden abgezogen worden. Aber die Hauptattraktion ist natürlich die neue 35 Meter lange LED-Wand, die selbstverständlich einsatzbereit ist. „Europas größte“, wie Schmidt betonte. Dafür musste so einiges bewegt werden, unter anderem wurden 50 Kilometer Kabel neu verlegt. Der kommende Sky-Sportexperte Reiner Calmund war in seinem neuem Wohnzimmer vor Verzückung ganz aus dem Häuschen.

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Sky Deutschland-Geschäftsführer Carsten Schmidt: „18 Jahre mit Plazamedia waren 18 gute Jahre“. Jetzt sollen  mindestens gute 18 Jahre unter ingesourcten Produktionsbedinungen auf Sky zukommen.

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Ilse Aigner freute sich natürlich über die Neuerungen am Standort Unterföhring, die Verkehrsanbindungen in Unterföhring hätten aber „noch Luft nach oben“. Kein Wunder, der Hauptgast kam ein paar Minuten zu spät.

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Roman Steuer, Vice President Sports, brachte eine Neuerung für Sky Go mit: nach einem Tor können sich Sky-Abonnenten die Szene sofort mittels In-App-Videos anschauen. Ein Knüller im Biergarten.  

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Der Calli-Buzzer unterbricht lärmend langweilige Statements in Talkrunden. Praktisch eine harte Version des Doppelpass-Phrasenschweins.  

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Der neue Sky-Kommunikationschef Ralph Fürther weist im Sky-Foyer den Weg in die neuen Studios. Sky-Sport-Kommunikator Dirk Böhm (vierter von rechts) war natürlich auch mit von der Partie.   receiverNoch eine Beobachtung am Rande: die „Special Edition“ des TSV 1860 München-Receivers kann Sky erstmal einmotten. Vierte Liga steht derzeit ja nicht im Fokus der Unterföhringer.

Fotos, Text: Daniel Häuser