Der Konflikt zwischen Tanit Koch und Julian Reichelt schwelte bereits, als wir die „Clap“-Titelgeschichte mit der „Bild“-Chefredakteurin im November angingen. Auch wenn es immer wieder Streit etwa um Korrekturfahnen in der „Bild“-Chefredaktion gegeben hat – Grund zur Hoffnung, dass sich dieses menschlich doch sehr unterschiedliche Duo zusammenrüttelt gab es noch bis Ende des Jahres. Doch nun hat es nicht geklappt, heute wurde von Mathias Döpfner höchstpersönlich die Trennung von Koch bekannt gegeben.

Auch vom nunmehr alleinigen „Bild“-Chef Julian Reichelt gab es heute bei der Redaktionskonferenz eine Ansprache, die wir hier gekürzt exklusiv wiedergeben.

„Wir waren nicht immer einer Meinung. Wir waren uns aber immer einig in unserer Leidenschaft für die Marke ‚Bild‘ und das sind wir auch weiterhin. Wir waren uns immer einig in dem Ziel, die bestmögliche Zukunft für ‚Bild‘ und uns alle zu gestalten…“

„…Tanit und ich sind journalistisch sozusagen zusammen aufgewachsen. Ich kenne sie, seit sie bei ‚Bild‘ angefangen haben. Sie kennt mich, seit meinen ersten Tagen als Redakteur und Reporter. Wir beide haben fast die letzten anderthalb Jahrzehnte jeden Tag unser Bestes gegeben, um so viel wie irgend möglich zum Erfolg von ‚Bild‘ beizutragen. Das hat uns geeint, nicht getrennt, und ich glaube, keiner von uns beiden hatte daran je einen Zweifel. Für mich kann ich sagen, dass unsere gemeinsame Zeit mich bereichert hat…“

„…In unserem gemeinsamen Interview am Anfang dieses Weges habe ich das Bild vom Schützengraben verwendet. Dort ist eines wichtig: Loyalität. Und deswegen stehe ich weiter zu diesem Bild. Ich kenne nur wenige Menschen, die so loyal sind wie Tanit. ‚Bild‘ gegenüber, Euch gegenüber, mir gegenüber. Das findet auch Ausdruck in dem, was sie heute gesagt hat. Dafür danke ich ihr und dafür gebührt ihr unser aller Dank…“

Noch vor wenigen Tagen war Tanit Koch bei Burdas DLD unterwegs, in München, weit weg vom Redaktionsstress. Ihre Entscheidung zu gehen, stand da schon fest. Vielleicht beginnt sie ja demnächst eine neue Karriere in einem anderen Verlag außerhalb der Hauptstadt? Oder fängt sie in der neuen Unternehmung „Storymachine“ von Kai Diekmann an? Man wird sehen.

Koch vertraut mit Maria Furtwängler.

Auch eine Moderation hat sie als einzige anwesende Springer-Entscheiderin übernommen.

 

DLD-Chairmans Dinner mit Maschmeyer und Hubert Burda.

Als aufmerksame Zuhörerin.

Und hier letzte Woche in Davos im Gespräch mit RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt.

Fotos: Hubert Burda Media