Er hat sich lange Zeit gelassen. Etliche Jahre ist es schon her, dass sich der Gründer und Geschäftsführer Armin Nusser nach dem Verkauf seiner Wunder Media GmbH (unter anderm Fem.com und Fantastic Zero) aus dem Geschäftsleben zurückgezogen hat. Die Ruhe täuscht. Schon seit ein paar Jahren arbeitet er im Hintergrund an einer neuen Herausforderung.

Styque heißt sein neuer Hoffnungsträger, mit dem er den Einzelhandel online aufmischen will. Eine Website mit einer Vorausschau steht zwar schon, doch mit seiner Web-App soll es nun endlich, nach langer Vorarbeit, Ende April oder Anfang Mai losgehen. Mit seinem früheren langjährigen Geschäftspartner Todd Covell arbeitet Nusser nicht mehr zusammen. Zu den Gründern von Styque zählt nunmehr Matthias Heilig, der vorher unter anderem für den Geschenke-E-Commerce-Service Galleryy.net tätig war.

Nusser will mit der App, deren offizieller Name noch nicht bekannt ist, dem Einzelhandel und Traditionshäusern eine Online-Shopping-Lösung anbieten. Mit einer Reihe von Marken hat er dafür in München bereits Partnerschaften geschlossen. Damit tritt er durchaus auch in Konkurrenz zu erfolgreichen Services wie Dawanda, oder auch der Glamour Shopping-App von Condé Nast, die auch den lokalen Einzelhandel stärker im Visier haben.

Das besondere Feature von Nussers neuer Web-App ist die Kombination von Realtime-Technologie und einem Micro Marketplace-Ansatz. Partner-Stores sind in Echtzeit mit ihrem Premium-Sortiment angebunden, das gleichzeitig über sehr viele kuratierte Marktplätze in Kooperation mit Partnern vermarktet wird. Zunächst fokussiert sich die Website nur für Münchner Markt, bei einem guten Start soll Styque auch für weitere große Städte wie Hamburg oder Berlin angeboten werden. Nusser aber erledigt seinen Pionierarbeit zunächst von einem kleinen Büro in München-Au aus.

styque

Eine Website steht, sie lässt aber noch etliche Geheimnisse offen. (dh)

Foto: Alexander von Spreti