Eher durch private als durch berufliche Abenteuer machte dieser Mann in der jüngsten Zeit Schlagzeilen: Mathias Müller von Blumencron, der früherere FAZ.net-Chef und Spiegel-Chefredakteur. Erst überholte er auf offener See seinen Nachfolger Klaus Brinkbäumer beim zweiten Segel Media Cup in Hamburg, dann stieß er bei der Atlantic Anniversary Regatta mit einem Wal zusammen. Der daraus resultierende Ruderbruch war sogar der „Welt“ eine Geschichte wert. Und beim „Segelreporter“ veröffentlichte er exzellente Fotos von seiner Hochseeyacht und bekannte, dass er beim Segeln einen anderen Zwilling in sich entdeckt: „menschlich, natürlich, wesentlich und eng mit unseren Wurzeln verbunden“.

Doch wann kehrt von Blumencron in das Mediengeschäft zurück, der in der letzten Zeit gern von der „Herausforderung des Unbekannten“ gesprochen hat? In der Ferne hat er nun genügend Zeit gehabt, darüber nachzudenken. Seit Ende 2017 hat der Top-Journalist bereits die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ verlassen. Es ist nun nicht davon auszugehen, dass sich der 58-Jährige in den nächsten Jahren als Skipper verdingen wird. Die Vermutung liegt nahe, dass nach seiner Auszeit auf den Meeren dieser Welt wieder ein neues Engagement annehmen wird. Bei Gruner + Jahr war er schon, auch bei der Handelsblatt Media Group. Infrage kommt für ihn theoretisch Burda oder Axel Springer. Oder natürlich etwas ganz anderes, da ihn ja auch das Unbekannte herausfordert. (dh)

Foto: Alexander von Spreti