Schon seit ein paar Monaten hat Spiegel Online sein neues Bezahlmodell „Spiegel Plus“ scharf geschaltet und damit das deutsche Startup LaterPay ersetzt. Die Münchner scheinen sich verstärkt außerhalb Deutschlands zu positionieren, nachdem etwa auch das Handelsblatt eher auf harte Paywalls setzt und nicht auf den „digitalen Bierdeckel“ aus München.

Anfang des Jahres wurde schon Microsoft als Kunde gewonnen, jetzt haben weitere Unternehmens aus Übersee die deutsche Lösung für sich entdeckt: zum einen die liberale amerikanische Tageszeitung „Boston Globe“ (Auflage rund 300.000 Exemplare). Die Online-Ausgabe der Tageszeitung aus Massachusetts hat seit ein paar Tagen LaterPay auf seinen Seiten integriert. Auf der Site wird die Bezahltechnologie nach und nach mit verschiedenen Funktionen auf den Seiten ausgespielt.

Der zweite Neukunde von Later Pay-Geschäftsführer Cosmin Ene kommt auch aus den USA: Seit Anfang September ist beim Web-Magazin mit gehobenem Journalismus Salon.com das Custom Pricing von LaterPay live gegangen. Das Unternehmen aus San Francisco versteht sich als Web-Knoten für zeitgemäßen, kulturellen Austausch.

Der Wettstreit um das beste Bezahlsystem für den Artikelverkauf wird auf jeden Fall weitergeführt. (dh)

 

Foto: LaterPay