Am Rande des Serviceplan-Innovationstags traf Clap den neuen Digitalchef der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Carsten Knop, der Nachfolger von Mathias Müller von Blumencron, will schon im Oktober mit einer neuen Digitalstrategie punkten. Dabei zielt er auf ein jüngeres Publikum, will mehr Bezahlstücke anbieten und eine neue Online-Flatrate einführen. Im Oktober soll es mit der neuen Paywall schon losgehen, verriet er im Clap-Interview.

„Die Diskussionen sind zu Ende. Das neue Produkt kommt“, sagt Knop zuversichtlich. „F+“ wird die Paywall kurz und knackig heißen. Dafür gibt es auch ein neues Logo: Ein weißes „F+“ auf rotem Grund. Ein knappes Viertel der neuen Beiträge, die auf FAZ.net abrufbar sind, sollen künftig Bezahlstücke sein. Alles, was wirklich exklusiv ist und sonst auch nirgendwo im Netz lesbar ist, wird sich künftig hinter dieser  Paywall befinden, kündigt Knop im Video-Interview an.

Dennoch soll FAZ.net künftig für ein jüngeres Publikum leichter zugänglich sein, wobei Bento & Co. natürlich keine Konkurrenz gemacht werden soll. „Die FAZ bleibt natürlich die FAZ“, so das FAZ-Gewächs Knop. Aber das neue Angebot solle dazu verführen nicht nur FAZ.net neu zu entdecken, sondern auch die neuen Apps. Wie zum Beispiel die gerade erst an den Start gebrachte App „Digitec“ für Technik- und Digitalthemen.

Auch das Print-Produkt erfährt übrigens Veränderungen. Die „FAZ“ erhöht nächste Woche bei seiner Montag bis Freitag-Ausgabe den Copy-Preis um zehn Cent, diese kostet nun 2,90 Euro. Die „FAS“ wird 20 Cent teurer und kostet ab 7. Oktober 4,40 Euro. (dh)

Video: Alexander von Spreti