Das nicht nur heimliche Highlight der Medientage lief bereits vor dem Start der Messe. Die Telekom gab bei einem groß angelegten Event am Dienstag ihr neues Angebot Magenta TV bekannt. Fast unbemerkt wurden dabei auch zwei neue Markennamen enthüllt.

Die zwei neuen Logos dokumentieren die frische Partnerschaft der Telekom mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF. Diese waren nötig, weil laut Rundfunkstaatsvertrag die beiden Kanäle in ihren Mediatheken ihre Inhalte nur eine bestimmte Zeit vorrätig halten dürfen. Das entfällt aber bei der Partnerschaft mit der Telekom, insofern werden nun die unterschiedlichen Angebote mit eigenständigen Namen voneinander getrennt. Und so kreierten die Bonner die neuen Marken ARD Plus (nicht zu verwechseln mit dem einstigen öfffentlich-rechtlichen Sender 1 plus) und ZDF Select.

Insgesamt wurden für das neue Angebot Magenta TV 8.000 öffentlich-rechtliche Inhalte lizenziert. So ist es kein Problem, sich auch ältere Tatort-Folgen, etwa mit dem legendären „Schimanski“, anzuschauen. Insgesamt sind 200 Folgen der beliebten Tatort-Serie hinterlegt. Auch 2.500 Titel aus dem Kinder- und Jugendprogramm von ARD und ZDF gibt es, wie etwa „Die Sendung mit der Maus“, das „Sandmännchen“ und die „Sesamstraße“. Eine so große Bündelung öffentlich-rechtlicher Inhalte hat es bisher noch nicht gegeben. Ein weiteres Argument für die beiden neuen Markennamen.

Magenta TV-Geschäftsführer Wolfgang Elsäßer (oben im Bild), der eine Steve Jobs-ähnliche-Inszenierung favorisierte („One more thing“) gab diesen Scoop im Haus der Kunst in München bekannt, indem auch zwei Tage später die allseits bekannte Medienfeier „Nacht der Medien“ lief.

Erstmals wurde für diesen Zweck auch der Kunstsaal als Eventfläche freigegeben. Und so sah das Ganz kurz vor dem Start dort aus.

Foto: Jörg Heupel