Das ging schnell: der neue Unterföhringer Sky-Geschäftsführer Devesh Raj wandte sich gleich persönlich in seinen ersten Tagen mit einer Briefaussendung an die Abonnenten. Und das aus gutem Grund: schließlich sorgte Ende vergangenen Jahres die Rechtvergabe der Champions League an Amazon sicherlich für Verunsicherung bei etlichen Kunden. Und nicht nur da, dieser Schritt der Amerikaner wird einiges in der professionellen Medienwelt wohl grundsätzlich verändern.

Und so vermittelte Raj in seinem fast etwas lang geratenen Brief an die Kunden Zuversicht: „Unser Team arbeitet härter als je zuvor daran, Ihnen das beste Fernseherlebnis Deutschlands zu ermöglichen“. Konkreter wird er allerdings nicht. Raj verweist zunächst darauf, dass in die „Technik investiert“ wird. Vor allem in den Sky Q-Receiver, den bereits 1,8 Millionen Kunden zu Hause stehen haben. Noch muss er wohl auch vage bleiben. Noch mindestens bis zum März wird es dauern, bis eine Entscheidung darüber fällt, ob die Bundesligarechte auch in der nächsten Rechteperiode beim Bezahlsender bleiben werden. Die weitere Vorgehensweise wird sich sicherlich danach ausrichten, wie teuer die Bundesliga für Sky künftig wird. Oder ob sogar Amazon erneut das Rennen macht?

Noch aber bleibt alles wie gewohnt, auch bei der Champions League. Folgerichtig schreibt Raj: 2020 bleiben wir für Sie am Ball und bringen die ganze Welt des Sports zu Ihnen nach Hause. Zunächst blickt die Geschäftsführung wohl auch optimistisch auf die Ausstrahlung der zweiten Staffel von Babylon Berlin, die Ende Januar startet. Abzuwarten bleibt nun, ob diese kleine Beruhigungspille bei der Kundschaft Wirkung zeigt. Unterschrieben wurde der Brief im übrigen auch vom neuen Chief Commercial Officer Christian Hindennach, der erst kürzlich von Unity Media zu Sky Deutschland gekommen ist. (dh) 

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