Fred Kogel hat das Geschäft seines neuen Unternehmens Leonine im vergangenen Jahr in die drei Bereiche Leonine Production, Leonine Distribution und Leonine Licensing unterteilt. Nun ist auch klar, welche Personen diese Bereiche verantworten. Die Marken Universum Film und Concorde Home Entertainment sind mittlerweile Geschichte.

Nägel mit Köpfen: Die Universum Film GmbH wurde Ende Januar 2020 in Leonine Distribution GmbH umbenannt. Die Website gibt es zwar noch, aber das neue Logo von Leonine Distribution ist dort bereits zu sehen. Unter dem Geschäftsbereich Leonine Distribution wird zukünftig auch die Concorde Filmverleih angesiedelt, sodass zukünftig ein gemeinsames Team im Bereich Distribution tätig ist. Alle Mitarbeiter sitzen bereits am gleichen Standort, nämlich in den Büros der ehemaligen Universum Film in der Neumarkter Str. 28 in München. Die komplette örtliche Fusion, noch stehen nicht nur ein paar Aktenordner in Grünwald, soll aber dann mit dem Umzug in das neue Leonine-Headquarter „Neue Siederei“ voraussichtlich Ende des Jahres 2020 vollzogen sein.

Im neuen Geschäftsbereich Leonine Distribution sind somit sämtliche Distributionskanäle der Unternehmensgruppe gebündelt. Neben der Leonine Distribution, die für die Kinoauswertung wie auch für die digitale und physische Home Entertainment Auswertung zuständig ist, gehören übrigens auch die drei SVOD-Kanäle „Filmtastic“, „Arthouse CNMA“ und „Home of Horror“ sowie die zwei Free-TV Sender Tele 5 und RTLZWEI (als Beteiligung) zu diesem Geschäftsbereich. Die Umbenennung der Licensing-Unit ist wohl aber noch nicht vollständig abgeschlossen.

Allerdings steht nun fest, wer der Chef der Sparte Distribution ist: Der Bereich wird von Chief Distribution Officer Bernhard zu Castell geleitet. Der zweite Bereich Produktion wird gemeinschaftlich von Quirin Berg und Max Wiedemann als Chief Production Officers geleitet. Berg trägt im Unternehmen auch noch einen zusätzlichen Titel: er ist neuerdings auch Chief Creative Officer. Sein langjähriger Partner Wiedemann ist jetzt Chief Business Development Officer. Der dritte Bereich Licensing wird ab sofort von CEO Fred Kogel mitverantwortet.

Die 3-Säulen Strategie soll also nun eine klare Aufstellung des Medienunternehmens auch in der Medienöffentlichkeit darstellen. Mit dieser Struktur wollen die Münchner in der Lage sein, sowohl die Produktion selbst, wie auch alle Auswertungsstufen einer Produktion zu steuern. Gleichzeitig bildet die neue Struktur aber auch das Geschäftsmodell ab. Sie ist entlang des Lebenszyklus einer Produktion ausgerichtet. Im Sektor „Produktion“ entsteht sie, danach wird diese über verschiedene Verwertungsstufen auf eigenen Kanälen ausgewertet, also beispielsweise im Kino. Im Anschluss werden die Lizenzen an Dritte lizenziert. (dh)

Foto: Wiedemann & Berg, TMG