Es war ein Highlight bei den letztjährigen Screenforce Days, als sich Andreas Kösling in Kapitänsuniform von RTLZWEI-Chef Andreas Bartl verabschiedete und in Richtung AdAlliance aufbrach. Alles deutete darauf hin, dass sein Abschied aus München für eine sehr lange Zeit bestehen bleiben würde. Seinem früheren Arbeitgeber war Kösling 16 Jahre lang treu. Ein viel beachteter Wechsel, eine DER Personalien des Jahres 2019, wie Clap im Print-Heft urteilte. Kösling gilt als Sales-Ausnahmetalent, zudem jung und erfahren. Und er hat die richtigen Handynummern im Adressbuch stehen. Der Gang nach Köln – ein logischer Karriereschritt.

Umso größer war nun die Überraschung seines Wechsels zurück nach München zur Seven One Entertainment Group. Zum Wettbewerber nach Unterföhring. Aus der Branche ist deshalb ein deutliches Rumoren zu hören. „Ein Politikum“, sagen die einen Beobachter. „Schwierig“, sagen die anderen Marktteilnehmer. Das Zähneknirschen aus Köln ist deshalb bis nach München vernehmbar. Das sieht man auch daran, dass ihm eine mächtig lange „Cool-Down-Period“ von der AdAlliance verordnet worden ist. Bis zum Ende des Jahres bleibt er offiziell in Diensten bei den Kölnern. In Unterföhring wird er bis dahin sicher sehnlichst erwartet. (dh)

Foto: Alexander von Spreti