Am Montag verkündet die DFL bei einer Pressekonferenz, wer ab der Saison 2021/22 bei den TV-Bundesligarechten zum Zug kommt. Die wichtigsten Entscheidungen sind wohl schon gefallen. Clap hat sich umgehört, wie es ausgehen könnte.

Der DFL-Modus sah vor, dass an jedem Tag jeweils ein Bundesliga-Paket vergeben wird, die von A bis N aufgeschlüsselt waren. Wer leer ausgeht, konnte sich einen Tag später wieder für ein neues Paket bewerben. Insofern wussten schon einige Bewerber in der vergangenen Woche, woran sie sind. Die Gerüchteküche brodelte jedenfalls vernehmlich in den vergangenen Tagen.

Laut Brancheninsidern soll es bei Sky Deutschland großes Aufatmen geben. Der Pay-Sender aus Unterföhring wird angeblich nicht leer ausgehen. Der Sender galt als Favorit für das Paket A, es beinhaltet die Konferenzen für die Bundesliga-Spiele am Samstagnachmittag sowie alle Partien am Dienstag und Mittwoch in englischen Wochen. Diese Rechte hielten die Unterföhringer im aktuellen Zyklus komplett. DFL-Chef Seifert würde bei der positiven Entscheidung für Sky dann an dem langjährigen Partner festhalten. Außerdem könnte der Sender auch noch das Paket B bekommen, es beinhaltet unter anderem die Einzelspiele am Samstag.

Und was ist nun mit Amazon? Seattle mischt scheinbar mit. Eventuell wird Sky das Top-Spiel am Samstag Abend an den Konzern abgeben. Die DFL habe sich auch deshalb dafür entschieden, weil alle Amazon-Prime-Kunden in den Genuss des Spiels kommen würden. Damit könnten diese Begegnungen einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden. Das Fußball-Paket C geht also wohl an die Amerikaner. Auch die Telekom ist im Rechtepoker etwas zurückhaltender dabei, angeblich boten die Bonner auf das Paket F (2. Bundesliga).

Nicht mehr bei der Bundesliga dabei ist angeblich die RTL-Mediengruppe. Wie es heißt, sei man zufrieden mit der derzeitigen Aufstellung im Bereich Sport. Die Kölner zeigen beispielsweise Länderspiele der Nationalmannschaft und die Europa-League. Wie Clap bereits meldete könnte die ProSiebenSat.1-Sendergruppe für das Paket N in die Bresche springen. Ein Sender der Gruppe könnte dann ab Montag nach Mitternacht im Free-TV Bundesliga-Fußball zeigen. Es geht dabei um alle Spiele der Bundesliga und der 2. Liga.

Zu den glücklichen Bewerbern gehört wohl auch die ARD. Die Sportschau wird es wohl in der bisherigen Form weiter geben. Die klassische „Sportschau“-Verwertung also, die alle Bundesliga- und Zweitliga-Spiele vom Freitagabend sowie die Bundesliga-Partien vom Samstag im Free-TV beinhaltet. (dh)

Illustration: DFL