Endet nach zwei Jahren die Karriere von Kate Abdo bei Sky? Es sieht ganz danach aus. Mit großem Aufwand wurde sie 2011 zum einzigen Head-Anchor von Sky Sport News HD gekürt. Doch ist die hübsche News-Frau dort kaum noch On-Air zu bewundern. Kurz nach ihrem Engagment beim Pay-TV-Riesen folgten großes Medienecho und viele Talkshow-Auftritte. Besonders ZDF-Beau Markus Lanz hatte sie ins Herz geschlossen, lud sie unter mehreren Vorwänden öfters in die Sendung. Doch nach ihrem Ausflug im Frühjahr zu RTL mit der mäßig gelaufenen Sendung „Shooting Star“ wurde es insbesondere bei Sky ruhiger um die TV-Dame. Was zunächst noch als ihr großer Vorteil ausgelegt wurde, ihr englischer Akzent, mutierte mit zunehmender Dauer eher zum Problem auf dem Sport-Nachrichtenkanal. Ist es immer noch süß, wenn eine Nachrichtensprecherin „Mönchengladbach“ zum zehnten Mal nicht richtig aussprechen kann? Damit nimmts der deutsche Fußballfan nämlich sehr genau. Im Show-Programm, wie bei Sylvie van der Vaart bei „Let’s Dance“, funktioniert das, klar, deutlich besser.

So ließ der Support von Senderseite in den vergangenen Monaten immer stärker nach, momentan moderiert sie seltener bei Sky Sport News und ist wohl nur noch nominell Head Anchor in Unterföhring. Die Investigativ-Sendung „Inside Report“ wird nicht von Abdo, sondern von Silke Beickert oder wahlweise Ursula Hoffmann moderiert. Und zu Lanz wird mittlerweile nicht mehr Abdo, sondern Sky-Kollegin Anna Kraft entsendet. Auch bei den Planungen für eine Neuauflage von der Sky-Fußballshow „Samstag live“ kommt sie angeblich nicht in die engere Auswahl. Gesucht wird derzeit ein männlicher Moderator, die Castings dafür sind bereits in vollem Gange. „Kate war das Gesicht unserer Launch-Kampagne. Jetzt haben wir bei Sky Sport News HD elf Damen vor der Kamera. Da gibt es keine Prioritätenliste“, sagt Sky-Sprecher Ralph Fürther. Die Verträge beim News-Sender laufen in der Redaktion gewöhnlich für ein Jahr. Ob die Karrierefrau Kate Abdo unter diesen Voraussetzungen ihren Kontrakt im Herbst verlängern wird, darf bezweifelt werden. (dh)

Foto: Uwe Grimberg / Wikimedia Commons