Nahzu legendär ist der Hubschrauber, der die Burda-Manager regelmäßig von München nach Offenburg oder in die Gegenrichtung gebracht hat. So konnte die schwierig mit dem Auto oder Bahn zu fahrende Strecke in Windeseile überwunden werden. Dieser Burda-Linienverkehr, im Bild zu sehen ist der Landeanflug in einem Münchner Vorort, wurde nun überraschend zum Anfang des Jahres eingestellt. Die Gründe dafür sind vielfältig, so hört man in Offenburg. Einerseits sei die Maschine vom Typ Agusta mittlerweile in die Jahre gekommen, die Ersatzteilbeschaffung schwierig und auch die Unterhaltskosten des Helikopters sehr hoch. Ohnehin ist der Aufwand für so einen Flugverkehr natürlich immens.

Außerdem ist der tägliche Austausch zwischen den beiden Standorten dank moderner Kommunikationsmittel auf allen Ebenen viel einfacher geworden, sodass persönliche Treffen wohl weniger relevant geworden sind. Neuerdings fährt die Bahn auch durchgängig, also ohne umsteigen, zwischen Offenburg und München. Der Burda-Hubschrauber passt nicht mehr in die Zeit. Dass nun das Ende des „Hubsicopters“ auch in das Ende der Ära des langjährigen Offenburg-Statthalters Reinhold G. Hubert fällt, der Ende des Jahres noch einmal gebührend verabschiedet wurde, sei dagegen laut Burda-Offiziellen reiner Zufall. Dennoch sollte es insbesondere dem Verlagschef Hubert Burda gar nicht so leicht gefallen sein, seine Maschine aufzugeben, die er so oft bestiegen hat. (Daniel Häuser)

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Fotos: Alexander von Spreti, Hubert Burda Media