Sich für eine Veranstaltung anmelden und dann einfach nicht aufkreuzen. Das galt bislang eher als Kavaliersdelikt. Bei großen Medienevents rechnen die Verantwortlichen ohnehin mit einer sogenannten No-Show-Rate von rund 20 Prozent. Dennoch bringt das so manchen Veranstalter in die Bredouille. Etwa bei gesetzten Essen müssen dann noch kurzfristig ganze Tische komplett umbesetzt werden. Gegen den fragwürdigen Stil der (Nicht-)Teilnehmer will der Verband der Zeitschriftenverlage (VZB) jetzt einen Riegel vorschieben.

Die Top-besetzte VZB-Jahrestagung Mitte April (Philipp Welte, Moritz von Laffert, Stephan Scherzer) ist für die eingeladenen Teilnehmer an sich kostenfrei. Wer sich jedoch bei dem hoch gehandelten Event angemeldet hat und einfach trotzdem nicht kommt, soll in diesem Jahr 70 Euro bezahlen. Sozusagen als erzieherische Maßnahme. Das ist direkt auf der Anmeldung vermerkt (siehe Foto). „Wir wollen einfach genau wissen, mit wem wir zu rechnen haben und mit wem nicht. Bei Veranstaltungen gibt es immer sehr viele Leute, die spontan nicht kommen. Das ist bei einer namentlichen Dinnerplatzierung von 200 Teilnehmern die Hölle“, sagt VZB-Chefin Anina Veigel zu der Maßnahme.

Sollte das Beispiel auch bei anderen Veranstaltungen Schule machen, müssten sich einige Event-Hopper wohl umstellen… (dh)

Bild: Alexander von Spreti