Eigentlich sollte der am Montag in Berlin beginnende Verleger-Gipfel Publishers Summit ein großes Abschiedsfest für den scheidenden VDZ-Präsidenten Hubert Burda sein. Aber gleich mehrere Konflikte drängen sich derzeit in den Vordergrund. Zum einen natürlich die umstrittene Ernennung von Stephan Holthoff-Pförtner als Nachfolger von Hubert Burda. Sowie die daraus scheinbar resultierende und vor kurzem ins Spiel gebrachte Fusion der beiden Printverlegerverbände VDZ und BDZV. Doch daraus wird offenbar nichts: Nach Clap-Informationen steht das derzeit überhaupt nicht mehr auf der Tagesordnung.

So sagt VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer in einem exklusiven Statement: „In den vergangenen Monaten gab es einzelne Presseberichte zu einer möglichen Fusion zwischen VDZ und BDZV. Das Thema ist ja nicht neu. In diesem Zusammenhang möchte ich auch im Namen des Präsidiums des VDZ klarstellen, dass eine Fusion der Verbände nicht auf der Agenda steht.“ Seit Jahren würden VDZ und BDZV in der Medienpolitik sehr eng und arbeitsteilig im Haus der Presse in Berlin und in Brüssel zusammen arbeiten, ebenso in Bereichen der Verlagswirtschaft. In der Politik sei es oft sehr gut, wenn man „zweimal an die Tür klopfen kann“, so Scherzer. (Daniel Häuser)