Nächste Woche ist es soweit: mit dem Erscheinungstag der nächsten „Brigitte“ am 15. März wird für das Frauenmagazin eine neue E-Commerce-Zeitrechnung beginnen. Mit einem 36-seitigen Sonderteil mit Partnerangeboten, sprich Einzelhandelskooperationen, läutet Gruner + Jahr die Shopping-Ära für ihre marktführende Frauenzeitschrift ein. Mehr als 30 bekannte Marken sind dabei, unter anderem gibt es Rabatte im Samwer-Möbelhaus Westwing. Der Verlag nennt das Ganze „Brigitte Shopping Days“. Der offizielle Start ist zwei Tage nach Hefterscheinung, die Angebote laufen bis zum 1. April. Mit enthalten ist eine Shopping-Card zum Einkaufen, sie befindet sich ganz prominent auf dem Titel der Ausgabe 7 von „Brigitte“. Eine riesige Werbekampagne mit TV-Spots, Anzeigen, Kinospots und Online unterstützt die Aktion.

Marktführer in Sachen Einzelhandelskooperationen bei Zeitschriften ist bekanntermaßen „Glamour“ mit ihrer halbjährlichen Glamour Shopping Week. Konkurrenten konnte Condé Nast bis dato erfolgreich abwehren. Burdas „Freundin“ etwa konnte den Erfolg der „Glamour Shopping Week“ mit einer ähnlichen Aktion nicht wiederholen. Allerdings ist der Vorstoß des Zeitschriftendickschiffs „Brigitte“ deutlich energischer. Die Terminwahl ist sicherlich kein Zufall und sehr markant: die nächste Glamour Shopping Week beginnt nun erst nach Beendigung der Brigitte Shopping Days, nämlich am 1. April.

Nicht gefallen dürfte zudem den Verlagschefs von Condé Nast, dass „Brigitte“ ebenso wie „Glamour“ mit einer Shopping Card operiert und die Aktion halbjährlich in einem ähnlichen Zeitraum stattfindet. Aber offensichtlich wappnen sich die Münchner auch auf den Vorstoß aus Hamburg: Neu ist beispielweise bei der Glamour Shopping Week, dass die Aktion nicht auf einer Unterseite von Glamour, sondern unter der neuen Web-Adresse Shoppingweek.de erreichbar ist. Allerdings entwickeln die Verantwortlichen aus der Münchner Karlstraße die Shopping Week in jeder Saison mit neuen Ansätzen weiter – digital, oder mit Events wie den „Glamour Club Nights“. Eine Sache hat Condé Nast außerdem den Hamburgern voraus, ab sofort ab diesem Jahr dürfen auch Männer mitshoppen. Entsprechende Kompetenzen so etwas umzusetzen gibt es sicherlich im Management der Condé Nast-Zeitschrift „GQ“. Verlagsleiter André Pollmann ist nicht nur Publisher von Glamour, sondern auch von „GQ“. (Daniel Häuser)

Foto: Gruner + Jahr