Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, will sich Sky Deutschland im Sportbereich wegen Einsparungsmaßnahmen von einigen Mitarbeitern trennen. Bekannte Namen aus Unterföhring haben das Unternehmen bereits verlassen. Erneut ist die Vice President-Ebene von Sky Deutschland betroffen.

Einer dieser bekannten Namen, die Sky verlassen haben, ist Esther Henze. Sie fing bereits im Jahr 2008 als Marketing Direktorin bei Premiere Star an und arbeitet danach in verschiedenen leitenden Positionen bei Sky Deutschland. Esther Henze war zuletzt Vice President Program & Business Sport und verantwortlich für die Entwicklung der Sky Sport App sowie für das Sportportal Skysport.de. Vor dieser Funktion leitete sie bis April 2017 als Vice President den Bereich Brand Communication & Social Media.

Dominik Böhner hat ebenso wie Henze Sky Deutschland verlassen. Er war seit dem ersten Sendetag am 11. Dezember 2011 Redaktionsleiter von Sky Sport News HD. Im Juni 2017 übernahm er die neu geschaffene Position des Director Digital Sports unter Burkhard Weber. Der 43-Jährige Böhner war somit redaktionell für das Sky-Sportportal Skysport.de sowie für den Bereich Sport Social Media verantwortlich. Ob es für Böhner einen Nachfolger geben wird und ob diese Stelle überhaupt nachbesetzt werden soll, ist derzeit noch unklar.

Und auch ein enger Vertrauter von Carsten Schmidt ist nicht mehr an Bord: Gunnar Maevus, Vice President Sports Operations, hat ebenso Unterföhring verlassen. Maevus, der auch im Management unter Burkhard Weber arbeitete, war seit 2006 bei Sky in verschiedenen leitenden Positionen tätig. Als Chef vom Dienst steuerte er über 300 Sport-Live-Sendungen und wirkte an der Entstehung der Bundesliga-Konferenz mit. Außerdem war er maßgeblich an der Zusammenführung des Sportprogramms von DF1 und Premiere im Jahr 2000 beteiligt.

Insgesamt sind dies also tiefer gehende Maßnahmen, die auf eine personelle Erneuerung in wichtigen Positionen schließen lassen. Von Sky Deutschland erhielten wir hinsichtlich der Umstrukturierungen folgendes Statement: „Nach eingehenden Analysen haben wir nun entschieden, uns im Sportbereich künftig noch stärker auf unsere zentralen Kompetenzen – die Erstellung hochqualitativer Sportinhalte – zu fokussieren und damit einen noch deutlicheren Fokus auf Redaktion und Produktion zu legen.“

Die Umstrukturierung ist noch in vollem Gange. Im Sky-Sportbereich werden insgesamt eine zweistellige Zahl von Mitarbeitern im niedrigen Bereich gehen oder sind bereits gegangen. Eine Reihe dieser  Sky-Angestellten haben nach Clap-Informationen bislang auch bei der Produktion von Sky Sport News HD mitgewirkt. (dh)