Natürlich gibt es im Berliner Headquarter von Axel Springer einen Aufzug, doch gepflegter war es schon immer, einfach den kultigen Paternoster zu nehmen. Die Clap-Redaktion hatte es allerdings bei einem Dreh im Axel-Springer-Hauptgebäude selbst einmal erlebt (Link zum Video), wie ein hochrangiger Manager beim Ausstieg aus dem Paternoster auf rutschigem Steinboden übel stürzte. Ungefährlich sind die sogenannten „Beamtenbagger“ also tatsächlich nicht. Doch es wäre natürlich schade um die berühmte Springer-Mitfahrgelegenheit gewesen, wenn sie nach den neuesten gesetzlichen Verordnungen hätte eingemottet werden müssen.

Der Verlag gründete für den Erhalt sogar eine kleine Task Force unter der Leitung der Kommunikationsexpertin Svenja Friedrich, um den reibungslosen Betrieb trotz der Änderungen sicherzustellen. Nachdem ja in dieser Woche schon Entwarnng gegeben werde konnte – der Paternoster-Führerschein wird nicht kommen – sind mittlerweile alle Voraussetzungen für den Weiterbetrieb geschaffen worden. So gab es einige organisatorische Maßnahmen: Die Unterweisung zur Paternoster-Nutzung aller Mitarbeiter der Axel Springer SE und deren Töchter wurde bundesweit eingeleitet und erfolge nun regelmäßig. „Axel Springer hat die Mitarbeiter darauf hingewiesen, was bei der Nutzung eines Paternosters zu beachten ist“, heißt es aus dem Unternehmen. So erfülle das Unternehmen die Vorgaben der neuen Betriebssicherheitsverordnung mit Blick auf Sicherheit und Technik. Reinspringen, hochrumpeln, raushüpfen ist also weiterhin erlaubt.

(Daniel Häuser) Foto: Clap