„Ihr“ Werk kennt jeder, der schon mal in den Burda-Burgen unterwegs war. Sie ist allerdings eher selten zu bewundern: Mon Muellerschoen – die Frau, die seit über 25 Jahren dafür sorgt, dass die Warhols und Basquiats des Verlegers dessen Mitarbeiter erfreuen und inspirieren. Clap hat (in Ausgabe 45) die freiberufliche Artmanagerin gebeten, auf einem Rundgang durchs Münchner Gebäude das Kunstkonzept zu erklären.

Garibaldi auf dem Weg nach Rom Das Bild von Sandro Chia hat für Hubert Burda eine besondere Bedeutung. Steht es symbolisch doch für dessen damaligen Aufbruch von Offenburg nach München:

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Viele Künstler verfeinern den Brei „Cooperations“ der drei Achtzigerjahre-Kunststars Warhol, Basquiat und Clemente gibt es weltweit nur etwa 15. Eine davon hängt im Empfangsbereich über dem Eingang zur Burda-Bar:

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Willkommen in der Chefetage Wer zum Vorstand will, kommt an Fritz Winter nicht vorbei. Das ist nicht etwa der neue Chefsekretär. Nein, es handelt sich um einen der wichtigsten deutschen Maler der Nachkriegszeit:

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Typo-Kunst Vermutlich eins der am meisten beachteten Bilder im Haus: Der gerahmte Spruch von Muellerschoen, mit dem sie die Verlagsmitarbeiter in die Treppenhäuser lenken will. Allerdings nicht aus Fitnessgründen, sondern, weil sich der Gang da durch vor allem optisch und informativ lohnt:

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Kommt endlich mal in die Gänge, Leute! Mit Fotos, Grafiken und Zeichnungen erzählt jedes Stockwerk die Geschichte eines Burda-Jahrzehnts. Unter anderem die Russland-Reise von Hubert Burdas Mutter Aenne, bei der sie von Raissa Gorbatschow persönlich empfangen wurde:

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Alles im Lot? Muellerschoens Lieblingszitat zum Thema Kunst kommt aus dem Munde Karl Valentins: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Nachdem sie höchstselbst sogar kleinste Schiefheiten akribisch beseitigt, trifft das offenbar den Nagel auf den Kopf:

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Heilige Hallen Jeder Burda-Mitarbeiter, der hinter sich eine Häng- oder Stellfläche hat, kann sich Kunst ausleihen, die im Keller des Hauses gelagert wird. Doch Vorsicht: Wer glaubt, dass bei der Menge an Objekten der Verlust des einen oder anderen schon nicht auffallen wird, der irrt. Muellerschoen scheint jedes einzelne „ihrer“ Bilder zu kennen. Namentlich, versteht sich:

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Auf dem Weg nach oben Im sogenannten Communication Highway, der zwei Gebäude verbindet, gibt es regelmäßig Wechselausstellungen von jungen Künstlern, von kreativen Mitarbeitern oder auch mit den Produkten des Hauses, die dem Kunstkonzept des Unternehmens „Arts and Media“ folgen:

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Eine ganz besondere Ausstellung ist dort übrigens derzeit zu besichtigen. Unser Artdirektor Moritz Röder (r.) zeigt seine Fotoreportage aus Nepal „Vor dem Beben“:

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(Bulo/Häuser) Fotos: Alexander von Spreti, Bulo