Erscheinungstage sind beim Spiegel bereits desöfteren wegen aktuellen Ereignissen verschoben worden. So wurde etwa zum Tod von Helmut Schmidt 2015 der Erscheinungstag von Samstag auf Freitag vorgezogen. Für eine Bundestagswahl ist die Samstags-Erscheinung allerdings naturgemäß schwierig. So weit lässt sich die Erscheinung des regulären „Spiegel“ eben nicht herauszögern. Deswegen entschied sich die Chefredaktion um Klaus Brinkbäumer für eine Sonderausgabe, die zum Preis von 4,90 Euro am Dienstag am Kiosk liegt.

Viele Artikel seien zwar schon vorbereitet, doch das Heft werde erst am Wahl-Sonntag geschlossen, heißt es beim Verlag. Über die Sondermaßnahme haben die Hamburger bislang ein großes Geheimnis gemacht. Einen Hinweis darauf gibt es aber im morgen erscheinenden gedruckten Spiegel oder in der elektronischen Ausgabe. Sicherlich ist zu erwarten, dass auch das ein oder andere Konkurrenzblatt mit einer Sonderausgabe kommt. (dh)