Ein ganzes Leben hat er für Deutschlands Boulevardzeitung gegeben. 44 Jahre lang hat Horst Cronauer ununterbrochen für Axel Springer gearbeitet. Jetzt geht der 64-Jährige in den Ruhestand. In Frankfurt am Main kennt ihn jeder und er kennt jeden, als Chefredakteur von „Bild Frankfurt“ hat er alle Höhen und Tiefen des Boulevardjournalismus miterlebt. Cronauer ist Frankfurter aus Leidenschaft mit einem großen Herz für die Menschen seiner Stadt.

Der dienst-älteste Journalist bei „Bild“ begann seine Karriere beim Boulevardtitel als Sportreporter, 1990 wurde Cronauer bereits Chef der zweitgrößten „Bild“-Redaktion in Deutschland. Cronauer ist gebürtiger Pfälzer und wurde mit dem Wächterpreis, einer der höchsten Auszeichnungen für Journalisten, ausgezeichnet. Zu seinen bekanntesten Enthüllungen gehörte der „Fall Daschner“. Der Fall hat in der deutschen Öffentlichkeit zu Debatten über die Zulässigkeit von staatlicher Gewaltandrohung zur Aussageerzwingung in Strafverfahren geführt.

2016 verlieh ihm die Alexander-Stiftung den Medienpreis für fairen außerordentlichen publizistischen Einsatz in der Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus. Im April 2018 geht Horst Cronauer nun in den Ruhestand. Zukünftig wird der profunde Musikliebhaber also mehr Zeit für seine weitere große Leidenschaft, die Oper, haben. (dh)