Nächste Woche beginnt nun mit Verzögerrung das Bieterrennen um die neuen Bundesligarechte der Saison ab dem Jahr 2021. DFL-Chef Christian Seifert (im Bild) kann auf jeden Fall auf eine außergewöhnlich hohe Beteiligung hoffen. Dabei stehen allerdings nicht nur die oft zitierten Player Sky Deutschland, DAZN, Magenta TV oder Amazon im Fokus, es werden überraschend neue Mitbieter für die verrschiedenen Bundesligarechtepakete von A bis N genannt.

Die Gerüchte betreffen beispielsweise das Paket K, bei dem es um Free-TV-Rechte geht. Konkret sind das die Freitagsspiele und Samstagsspiele der Bundesliga sowie der 2. Bundesliga und den Verwertungszeitraum Sonntag von sechs bis 15 Uhr. Angeblich will hier Axel Springer mitmischen und womöglich Sport.1 Konkurrenz im Bieterverfahren machen. Das wäre nicht unlogisch. Für Bild TV wäre Fußball ein wichtiger Mehrwert, um die TV-Offensive der Berliner noch weiter anzufachen. Ein Aufrüsten ist schon jetzt zu bemerken. Beispielswesie tritt der bekannte Sportmoderator Marcel Reif regelmäßig bei Bild TV auf. In der jüngeren Vergangenheit besaß Springer schon einmal Bewegtbildrechte. Allerdings mit mäßigem Erfolg.

Für das Paket N interessiert sich sich angeblich ProSiebenSat.1. Bei Erfolg könnten die Unterföhringer ab Montag nach Mitternacht im Free-TV Bundesliga-Fußball zeigen.  Es geht dabei um alle Spiele der Bundesliga und der 2. Liga sowie um die Relegationsspiele und den Supercup. Bilsang ist das eher eine Domäne des Senders RTL Nitro der RTL Mediengruppe. Das wird interessant.

Etwas weniger plausibel klingen die Gerüchte um Fred Kogels Leonine. Angeblich will auch er sich zusammen mit KKR bei der Bieteroffensive beteiligen. Welches Paket allerdings für die Münchner interessant sein soll, bleibt unklar. Die Rede ist von einem „Bieter-Konglomerat“. Ob das stimmt bleibt fraglich. Jedenfalls war selten die Ausgangssituation vor einer Rechteauschreibung so spannend. Die nächsten Wochen werden zeigen, wohin die Reise geht. (dh)