Überraschung am Kiosk: ab morgen liegt das Nachrichtenmagazin im neuen Design am Kiosk. Die Veränderungen sind deutlicher als bei früheren Relaunches. Das seit vielen Jahren unveränderte Logo bekommt einen Feinschliff.

Der „Spiegel“-Schriftzug kommt ab sofort auf dem Cover ohne den bekannten schwarzen Schatten aus – die sichtbarste Umgestaltung. Aber auch der rote Rahmen wurde ein klein wenig schmaler gestaltet, damit bekommt die Titelgeschichte mehr Raum. Die Hamburger legten aber wert darauf, den „Grundcharakter“ nicht  zu verändern.

Auch das Layout im Innenteil bekam eine Überarbeitung. Der „Weißraum“ wurde in allen Bereichen reduziert.  Das neue Layout des Heftinnenteils basiert deshalb auf einem engeren Seitenraster mit drei Spalten und einer optionalen Marginalienspalte. Die optischen Elemente, also Bilder und Infografiken, können so flexibler eingesetzt werden.

„Spiegel“-Chefredakteur Steffen Klusmann sagt: „Die besten Reformen sind die, die man nicht lange erklären muss, weil sie sich richtig anfühlen und weil sie den Charakter einer Marke betonen, statt ihn zu verändern. Bildstärker, solange die Textlänge nicht darunter leidet.“ Dass Klusmann auf größere Fotos setzt, ist eindeutig in den Innenseiten zu erkennen. Gut möglich also, dass die Textlänge bei einigen Beiträgen künftig dadurch reduziert wird.

 

Verantwortet wird das neue Design übrigens von Frances Uckermann, die bis März 2019 Creative Director beim „Stern“ gewesen ist. Seit Juli 2020 ist sie Head of Design bei der Hamburg Kreativ Gesellschaft. Ihr Layout-Vorschlag wurde vom „Spiegel“-Kreativteam um Judith Mohr, Creative Director, weiterentwickelt. Mohr stellte sich dabei der zentralen Frage: Was muss ein gedrucktes Heft leisten in einer Zeit, in der viele die Nachrichten digital konsumieren? (dh)

Fotos: Der Spiegel