Seit Juli ist es nun soweit: das alte Headquarter von ProSiebenSat.1 wird abgerissen und weicht dem Neubau New Campus. Das Gebäude, in dem einst Unternehmenslenker wie Haim Saban, Georg Kofler oder zuletzt auch noch Thomas Ebeling ihre Entscheidungen trafen, ist damit endgültig Geschichte. Abrissbirnen oder gar Sprengsätze kommen nicht zum Einsatz. Das alte Bauwerk wird in kleineren Schritten abgetragen.

Voraussichtlich bis zum Oktober 2021 wird dieser Vorgang noch andauern. Gestern wurde mit dem Abbruch in S-Bahn-Nähe begonnen. Dort entsteht im Hintergrund schon die New Campus-Immobilie, welche das alte Gebäude bereits überragt.

Baggerarbeiten auf allen Wegen: Wenn das Headquarter abgerissen ist, wird auf der rechten Seite die neue ProSiebenSat.1-Eintrittspforte entstehen. 

Blick von oben auf die Medienallee: von hier aus ist gut zu erkennen, wie weit fortgeschritten die Arbeiten auf dem Areal schon sind.

Schutt und Asche: Das frühere Playout-Center wurde in seine Einzelteile zerlegt. Brauchbare Technik, wie etwa die vielen Monitore, werden anderswo weiterverwendet.

Mit Sorgfalt wird auf die fachgerechte Trennung der einzelnen Bestandteile geachtet. Problematisches Material ist ein Thema. Dazu gehören auch die alten Leuchtstoffröhren.

Es ist nicht mehr viel zu erkennen von den alten Großraumbüros. Es gibt etwas Nässe in den Räumlichkeiten, doch von einem größeren Unwetter ist Unterföhring bislang verschont geblieben.

 

Blick in den Keller: hier wurden früher viele Live-Sendungen produziert.

Hier brennt kein Licht mehr: Im Studio 2 ging früher die bekannte ProSieben-Moderatorin Sonya Kraus („Talk, Talk, Talk“) ein und aus. 

Presslufthammer: Für die Abbrucharbeiten ist selbst bei Sommerwetter die gesamte Schutzausrüstung nötig.

Obwohl größtenteils schweres Gerät zum Einsatz kommt, liegt auch noch das kleine Besteck für die Handwerker bereit.

Außer Betrieb: die bekannten Aufzüge funktionieren schon lange nicht mehr.

Knut Heckel, Mitglied des New Campus Projekt-Teams, kennt jeden Winkel der alten ProSiebenSat1-Zentrale.

Die Fortschritte beim Umbau werden ab August wieder mehr ProSiebenSat.1-Mitarbeiter mitbekommen. Dann sollen wieder 30 Prozent der Leute ins Unternehmen zurückkommen. Durch die Corona-Zeit arbeiteten einige bis zu anderthalb Jahre im Homeoffice. Einige werden – natürlich – ihre alten Büros also nicht wiedersehen.

Fotos: Alexander von Spreti