Anderthalb Jahre bevor Amazon Champions-League-Topspiele anbieten konnte, der Rechtevertrag startete in diesen Tagen, hatte sich das Unternehmen die Dienste einer ehemaligen Sky-Führungskraft gesichert. Der Programmstratege Peter Schulz war seit März 2020 bei Amazon Prime Video für Marketing und Prioriserung zuständig. Nun hat er überraschend das Unternehmen in München verlassen.

Als Marketing Country Lead von Amazon Prime Video hatte Peter Schulz den SVOD-Service mit neuen Lizenzinhalten und Originals vorangebracht, um das Abonnentenwachstum zu beschleunigen und die Zuschauerbindung zu festigen. In seiner Verantwortung lag auch die Fokussierung auf wichtige Zielgruppen wie beispielsweise die jüngeren Streamer.

Ende August hat er nun Amazon verlassen – und er hat auch schon etwas Neues in Planung. Mit seiner PS Media Consulting will er Geschäftsfelder zur digitalen Programmverwertung entwickeln. An dieser Selbstständigkeit hatte er schon vor seinem Engagement bei Amazon gearbeitet. Dabei will er auf seine langjährigen Erfahrungen aus dem Lizenzhandel und der Portfolioentwicklung, der Programmplanung und der Vermarktung von TV- und VOD-Produkten schöpfen.

Aktuell arbeitet er konkret bereits an neuen Kooperationsmodellen und konzipiert sogenannte FAST-Channels (Free Ad-supported Streaming Television), die Programminhalte als lineare OTT-Streams über Smart TV’s oder Streaming Sticks ausspielen und über Werbung monetarisieren. Ähnlich wie beim klassischen Free-TV müssen sich Zuschauer auf diesen Plattformen allerdings nirgends registrieren, was den schnellen Aufbau von Reichweiten ermöglicht. (dh)