Pool-Redaktionen sind nichts Außergewöhnliches im Verlagsgeschäft. So legte beispielsweise Gruner + Jahr im Jahr 2018 die Redaktionen seiner „Brigitte“-Titel zusammen, die Redaktion sollte die Hefte in Themen-Pools gemeinsam bestücken. Dabei gab es feste Redaktionsleiterinnen.

Auf ein ähnliches Prinzip setzte die Bauer Media Group seit einigen Jahren mit ihren gepoolten Redaktionen. Doch in einigen Teilen scheint sich diese Struktur nicht bewährt zu haben, denn es soll nach Clap-Infos wieder Stammredaktionen geben. Zumindest gilt das für einen größeren Teil des Themenspektrums der Bauer-Magazine.

„Um das Publishinggeschäft weiterhin erfolgreich zu gestalten, setzt die Bauer Media Group auf zukunftsfähige Strukturen im Bereich Experts-Kompetenzen“, bestätigt eine Sprecherin die Clap-Information. Für die Inhalte-Erstellung in den Themenbereichen Wohnen, Travel, Service, Fashion und Beauty werden künftig anstelle der „Expert-Hubs“ die Stammredaktionen verantwortlich sein.

Nach dem neuen Schema müssten also Programmies wie „TV Movie“ oder „TV14“ arbeiten. Oder etwa die Frauenzeitschrift „Laura“. Ganz auf gepoolte Redaktionen will die Bauer Media Group aber nicht verzeichten. Die Bereiche Health und Food (beispielsweise „Lecker“) bleiben in ihrer Form als Expert Hubs bestehen. (dh)