Es war ein gewohntes Bild für Frühaufsteher. Wer morgens ARD oder ZDF eingeschaltet hat, den empfingen häufig Dunja Hayali und Mitri Sirin gemeinsam im Morgenmagazin. Letzterer stand seit rund zehn Jahren als Moderator des „ZDF-Morgenmagazins“ vor der Kamera, seit 2014 fest an der Seite von Dunja Hayali. Zuvor war er schon – ohne Hayali – für die Frühschiene ab 5:30 Uhr im Einsatz.

Doch nichts ist für die Ewigkeit. Sirin wird, wie heute bekannt geworden ist, Nachfolger von Christian Sievers für die ZDF 19 Uhr-„heute“-Sendung. Der 50-Jährige wird die Hauptnachrichtensendung erstmals schon am 11. Oktober 2021 präsentieren. Der Wechsel war nötig, weil Claus Kleber beim heute journal aufhört und Christian Sievers ihm nachfolgt. In die entstandene Lücke springt nun der gebürtige Nordrhein-Westfale.

Dabei präsentierten sich Hayali und Sirin in der Vergangenheit gerne als unzertrennliches Duo. Beispielsweise bei der „Goldenen Kamera“. Oder im Rahmen des Runden Tisches „Frauen in Kultur und Medien“. Im Februar diesen Jahres traten beide erstmalig gemeinsam bei einer Talkshow auf. In Giovanni die Lorenzos Sendung „3nach9“ berichteten sie darüber, dass aus der gemeinsamen Arbeit eine enge Freundschaft entstanden ist. So soll es sogar gemeinsame Urlaube und einen gemeinsamen Freundeskreis mit Doppelkopf-Runden gegeben haben. Nur die Fan-Leidenschaft für einen gemeinsamen Fußballverein teilen sie nicht, wie di Lorenzo seinen Gesprächpartnern entlocken konnte.

Wer nun direkter Nachfolger von Sirin im Morgenmagazin sein wird, steht laut ZDF noch nicht fest. Ein Nachfolger scheint dort vorerst gar nicht nötig zu sein. Das ZDF arbeitet eher an einem fließenden Übergang. „Sirin wird weiter einige Wochen im Jahr das ZDF-Morgenmagazin moderieren“, so ein ZDF-Sprecher zu Clap. Die vier Köpfe des ZDF-Morgenmagazins bleiben offenbar zunächst bestehen: Dunja Hayali, Harriet von Waldenfels, Andreas Wunn und Mitri Sirin.

Allerdings sind die Moderationskombinationen flexibler als bislang: So werden vermehrt Dunja Hayali und Harriet von Waldenfels das „ZDF-Morgenmagazin“ gemeinsam moderieren. Und zu beachten ist im Gesamtzusammenhang vor allem Redaktionsleiter Andreas Wunn – er wird häufiger im Moderationseinsatz sein als bisher. Vielleicht springt ja durch die umfangreiche ZDF-Personalrochade eine erweiterte Doppelkopfrunde heraus. (dh)

Foto: ZDF/Benno Kraehahn