Vor ein paar Wochen sorgte Homann mit seinem Plaste-Eklat für Aufsehen. In zehn Sorten des Fertiggerichte-Herstellers wurden nach Presseberichten Plastik-Teile gefunden. Auch „Bild“ warnte mit markigen Worten vor den Produkten des niedersächischen Herstellers. Nun hat Springer scheinbar recht kurzfristig das Vertrauen in den Lebensmittelhersteller wiedergefunden. Unter dem Motto „Erst schlemmen, dann lesen“ starten Homann und Bild am Sonntag am 11. Juli eine aufmerksamkeitsstarke Aktion: So gibt es beispielsweise für den Kauf eines Pellkartoffelsalats in der 400-Gramm-Version (Kaufpreis rund 1,99 Euro) einen Gutschein für eine Ausgabe der „Bild am Sonntag“, der der Packung beiliegt (Kioskpreis 1,95 Euro). Ein guter Deal.

Vermutlich will sich Homann mit der fairen Aktion einen Teil des bei den Kunden verloren gegangenen Vertrauens wieder zurückholen. Interessanter Weise ausgerechnet bei dem Medium, dass vor kurzem noch ausdrücklich vor dem Verzehr der Produkte warnte. Vielleicht sollte der Slogan eher „Erst lesen, dann schlemmen“ lauten.

Springer-Sprecher Manuel Adolphsen sagt zu der Partnerschaft: „Die Gespräche zur Vorbereitung der Kooperation mit Homann starteten bereits Anfang des Jahres und waren völlig unabhängig von der Berichterstattung über Homann zum Produktrückruf. Generell gilt: Redaktionelle Berichterstattung und Anzeigenkooperationen im Vermarktungs- oder Vertriebsbereich laufen immer unabhängig voneinander.“

(dh, avs)

 

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Fotos: Website