Als Juror beim Best of Content Marketing geladen zu sein hat immer zwei Vorteile und einen Nachteil. Erstens lernt der Zeitschriften-Kenner neue Marktteilnehmer kennen und trifft jede Menge altbekannte Gesichter. Zweitens bekommt der Juror in einer rasanten Geschwindigkeit die neuesten Trends der Zeitschriftenmacher vor Augen. So geschehen in dieser Woche bei der alljährlichen Jurysitzung von Best of Content Marketing am Münchner Flughafen. Natürlich verbietet es sich für einen Juryteilnehmer schon jetzt über mögliche Favoriten zu reden. Aber einige Trends lassen sich ohne Weiteres festhalten: Die eingereichten Titel nähern sich den Kaufprodukten immer stärker an.

So hat der Betrachter bei manchen Einreichungen den Eindruck, nicht einen CP-Titel vor Augen zu haben, sondern zum Beispiel eine Frauenzeitschrift wie „Jolie“ oder „Madame“. Die beiden Lager bewegen sich scheinbar in hohem Tempo aufeinander zu, wenn man beispielsweise die aktuelle Entwicklung bei einer traditionellen G+J-Frauenzeitschrift nimmt. Selbstverständlich ist so ein „Nachbau“ eines Kiosktitels selten hitverdächtig, geschweige denn preiswürdig. Insofern ragten auch nur wenige Titel aus den Einreichungen wirklich heraus, auf der anderen Seite waren kaum echte Ausfälle zu erkennen, das Niveau scheint insgesamt gestiegen zu sein. Was auch an den vielen zu sichtenden Heften von den Profis von C3, Territory oder Hoffmann & Campe gelegen haben könnte.

Und was war nun der Nachteil einer Jurysitzung am Münchner Flughafen? Den Tag kann der Besucher für sich getrost abhaken. 689 Einreichungen, ein Rekordwert, lassen das Arbeitspensum auf jeden Fall enorm anschwellen. Wer danach zu Hause ankommt weiß, was er getan hat.

BCM-Chef Michael Höflich (Mitte) beim Setup.

Das Material wurde kistenweise herangekarrt.

Zwischendrin gabs auch mal was zum Lachen.

An anderen Tischen ging es eher detailbesessen zu.

Die Mobile-Tauglichkeit wurde genauestens auf die Probe gestellt.

Foto: BCP, dh