An der Auflage lag es scheinbar nicht. Im vierten Quartal 2018 erreichte „InTouchStyle“ noch eine Gesamtauflage von 88.000 und lag damit nur leicht unter dem vierten Quartal des Vorjahres. Die Ursachen für die Einstellung des Titels sind wahrscheinlich mehr im derzeit schwachen Frauenzeitschriften-Werbemarkt zu suchen. Die oben im Bild zu sehende Ausgabe 1/2019 wird aber die letzte sein.

Dabei unternahm die Bauer Media Group in jüngerer Vergangenheit einiges, um am positiven Erscheinungsbild des Blatts zu schrauben. Ende 2017 verzichtete der Verlag auf den Markennamen „Intouch“, das Magazin wurde in „It’s Style“ umbenannt. Es kam ab 2018 zudem acht Mal pro Jahr an den Kiosk, der Verlag erhöhte damit die Erscheinungsweise. Auch inhaltlich gab es Änderungen: So sollten die Mode- und Beautyseiten „kuratierter und qualitativ hochwertiger“ werden. Die Änderungen mache man, um die „Premium-Ausrichtung des Magazins künftig noch stärker zu betonen“, hieß es von Bauer.

Offensichtlich hat das so aber nicht geklappt, in den vergangenen Monaten bekam das Heft allerdings seinen ursprünglichen Namen „Intouch Style“ wieder. Wie zu hören ist, gab es wegen des Namens einen Rechtsstreit mit Burda wegen deren Titel „Instyle“, den Bauer aber für sich gewinnen konnte. Redaktionsleiterin des Titels war übrigens die frühere „Bravo-Girl“-Chefredakteurin Iris Wöhrle, wie oben im Bild zu sehen ist.

Der Verlag kommentiert den Vorgang folgendermaßen: „Wir konnten mit ‚InTouch Style‘ im Segment der serviceorientierten Fashion-Magazine nicht in dem Maße Impulse setzen und Marktwachstum schaffen, wie wir es uns vorgenommen hatten: Aus diesem Grund ist ‚InTouch Style‘ am 17. Januar zum letzten Mal erschienen. Auf Grund eines sich deutlich veränderten Marktes hat der Titel nicht mehr die Entwicklungsperspektive, die notwendig ist, um unserem eigenen hohen Anspruch an die Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden.“ (dh)

 

Foto: Alexander von Spreti, Screenshot