Um unterbrechungsfrei News liefern zu können, leistet sich Axel Springer eine Nachtredaktion. Die ist nicht in Berlin oder im nirgendwo. Sondern dort, wo wirklich was passiert. Also in den Staaten. Dort gibt es nun einige Änderungen. 

Die Nachtredaktion von „Bild“ zieht Mitte September 2019 um. Genauer gesagt von einem Traumziel zum anderen, nämlich von Los Angeles nach San Francisco. Grund der Veränderung ist die Gründung eines gemeinsamen journalistischen Campus mit den Kollegen von der „Welt“ in „Frisco“. Insgesamt fünf „Bild“-Redakteure arbeiten dann in regelmäßigem Austausch mit den zwei Kollegen von der „Welt“, die schon vor Ort sind.

Seit mehreren Jahren entsenden die beiden Redaktionen Redakteure in eine andere Zeitzone, von wo aus sie ihre Leser in den deutschen Nachtstunden auf dem Laufenden halten. In Hinblick auf die Anforderungen der digitalen Medienlandschaft und mit dem Ziel, eine 24-Stunden-Online-Berichterstattung zu etablieren, wurde im September 2013 das neue „Bild“-Büro in Los Angeles eröffnet, stattdessen wurde das Korrespondenten-Büro in Rom geschlossen.

Durch die nun vereinigten Nachtredaktionen an der Westküste der USA können „Bild“ und „Welt“ aufgrund des Zeitunterschiedes von neun Stunden rund um die Uhr berichten, ohne dass Redakteure in Deutschland mit müden Augen eine Nachtschicht einlegen müssen. So kann Springer also die weltweite Nachrichtenlage überwachen. Und einen Nebeneffekt hat das Ganze auch noch. Zusätzlich hat man noch Redakteure in einem wichtigen Nachrichtenzentrum.

Die „Welt“ schickt schon seit Mitte 2018 zwei Nacht-Redakteure nicht mehr nach Sydney und berichtet seitdem aus San Francisco. Nun also kommen die Redakteure von der „Bild“ an den buchstäblich heißen Axel-Springer-Standort an der Westküste, an dem auch wie bisher bis zu zwei Teilnehmer des Silicon Valley Fellowship Programms von Axel Springer regelmäßig wohnen und arbeiten.

Für den notwendigen zusätzlichen Platz baut Axel Springer in San Francisco derzeit drei zusammenhängende Häuser zu einem Campus um. Insgesamt 10 Zimmer sowie ein großer Arbeits-, Wohn- und Eventraum werden ab Mitte September in den Häusern Axel-Springer-Mitarbeitern zum Leben und zum Arbeiten zur Verfügung stehen.

Neben New York ist San Francisco der zweite Standort von Axel Springer in den Vereinigten Staaten. (dh)

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