Es geht nicht nur um die Wiederauferstehung eines früher erfolgreichen Lifestyle-Magazins. Sondern um die guten alten Print-Zeiten im Zeitschriftenjournalismus. Handgemachte Geschichten, exklusive Fotostrecken, gedruckt auf hochwertigem Papier. Am Freitag nächster Woche liegt das Statement von Peter Lewandowski und Andreas Wrede gegen die real existierende Zeitschriftenlandschaft am Kiosk. Wir durften schon einen ersten Blick hineinwerfen.

Die neue „Max“-Ausgabe ist ein richtig dicker Wälzer geworden. Die rund 170 Seiten wurden auf 115 Gramm Magno Satin-Papier gedruckt. Schick! Erster Titelheld des künftig vierteljährlich erscheinenden Magazins ist  Schauspieler und Oscar-Preisträger Christoph Waltz. Zu ihm hat Chefredakteur Andreas Wrede einen persönlicher Draht. Außerdem war Waltz in den 90er Jahren regelmäßiger „Max“-Leser, wie er selbst bekennt.

Die Waltz-Geschichte auf 15 (!) Seiten hat Wrede selber gemacht. Fotografiert wurde die aufwändige Fotostrecke in Wien, im altehrwürdigen Hotel Sacher. Das unkonventionelle Magazin hat keine klassischen Ressorts, die Waltz-Titelgeschichte kommt erst am Ende des Heftes. Interessant: die Macher haben sich für einen Titel-Split entschieden. Das heißt, ein Teil der Auflage kommt mit Stefanie Giesinger als Titelheldin. So soll auch noch eine etwas jüngere Zielgruppe erreicht werden.

Ein Story, die den Machern besonders am Herzen liegt, ist das Gespräch mit den Schauspielern Alexander Fehling und Jasna Fritzi Bauer. Welches ebenso mit einer aufwändigen Fotostrecke versehen ist.

 

Durchgeführt wurde es von Alexandra Siemen, eine sehr bekannte Größe im People-Business. Die frühere „OK!“-Chefredakteurin ist derzeit übrigens als Radiomoderatorin unterwegs.

 

Dem Impressum sind auch noch etliche andere interessante Personalien zu entnehmen, die bislang nicht kommuniziert worden sind:

So wird beispielsweise Martin Fischer mit seiner MFM Medien GmbH dort aufgeführt. Der ehemalige CEO der Verlagsgruppe Milchstrasse und Geschäftsführer der IQ Media Marketing könnte künftig sein Business-Knowhow sowie sein umfangreiches Netzwerk bei „Max“ einbringen. Auf jeden Fall wird er wohl einen Teil der Vermarktung übernehmen.

 

Um dem hohen gestalterischen Anspruch gerecht zu werden wurde mit Art Director Mark Ernsting auch eine bekannte Größe unter Vertrag genommen. Ernsting hat unter anderem das Gruner + Jahr Magazin „Walden“ als AD gemacht.

Alles in allem wirkt das Setting also ein bisschen wie das „Ocean Eleven“ der Printbranche. (dh)

Fotos: Verlag