Vor rund einem Jahr gab Condé Nast überraschend einen neuen „Chief Curiosity Officer“ bekannt. Der bekannte Medienmacher und TV-Entertainer Joko Winterscheidt stand seitdem in den Diensten des Münchner Medienunternehmes. Jetzt erklärt der Verlag die außergewöhnliche Partnerschaft schon wieder für beendet.

„Die Zusammenarbeit zwischen Joko Winterscheidt und „GQ“ wird in diesem Jahr mit dem neuen Set-Up von GQ nicht fortgeführt“, bestätigt der Verlag entsprechende Marktgerüchte. Die Arbeit mit „Joko“ sei inspirierend gewesen, mit seiner unfassbaren Neugierde hätte er viele neue Ideen in die Redaktion gebracht. „Mit Corona konnten wir leider nicht all das umsetzen, was wir gemeinsam noch geplant hatten“, so Condé Nast weiter. Joko Winterscheidt werde aber immer Club-Mitglied der „GQ“ sein und die Luxusmagazinexperten sind nun „dankbar für diese gemeinsame Zeit“.

Die Zusammenarbeit ließ sich zunächst gut an. Mit dem Entertainer sollte beispielsweise der „Man of next year“ gekürt werden und die nunmehr im Weggang befindliche Condé Nast-Chefin Jessica Peppel-Schulz sagte: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Joko, einem fantastischen Entertainer und Entrepreneur, eine Persönlichkeit für uns gewinnen konnten, die hervorragend zur Marke GQ und unserem Vorhaben passt. Unser Ziel: ‚GQ‘ künftig mit noch mehr Neugierde aufzuladen, den Themenhorizont zu erweitern und die Relevanz der Marke zu steigern“.

Das Führungsteam bilden weiterhin André Pollmann, Chief Creative Director, Michalis Pantelouris, Co-Chief Creative Director, Jana Meier-Roberts, Head of Experience Design und Johannes Patzig, Executive Director Editorial. Vor allem aber wird es interessant werden, wie der bekannte Magazinmacher und mit Joko Winterscheidt befreundete Pantelouris auf die Qualität des Titels einwirken wird.

Denn 2021 wird die Print-Ausgabe von GQ Germany ihrem Namen gerecht und erscheint ab sofort quartalsweise. Den Auftakt für die neue Print-Frequenz macht die Ausgabe 01/21 am 18. Februar, also bereits nächste Woche. Dabei gibt es ein auch von Pantelouris verantwortetes neues inhaltliches Konzept. Aber auch die „Hardware“ wurde überarbeitet und aufgerüstet: es gibt ein neu gestaltetes Cover, eine fühlbar veränderte Haptik, ein neues Layout und schwereres Papier.

Michalis Pantelouris ist seit Anfang Januar 2020 im Führungstem von „GQ“.

Text: Daniel Häuser

Fotos: Condé Nast, LinkedIn