Es sind in diesen Tagen schwierige Entscheidungen zu treffen, welchen Medienevent man wieder durchführen kann und welchen (noch) nicht. Für Burda steht aber fest: in diesem Jahr wird es keinen Bambi und wahrscheinlich auch keine andere Veranstaltung mit großer Publikumsbeteiligung geben. Bereits im letzten Jahr fiel die große Gala mit den vielen internationalen Stars wegen der schwierigen Corona-Bedingungen aus.

Die Clap-Informationen werden vom Verlag bestätigt. Ein Burda-Sprecher: „Aufgrund der eingeschränkten Planungsmöglichkeiten im Pandemie-Jahr 2021 kann Europas größter Medienpreis Bambi in diesem Jahr nicht stattfinden. Eine glanzvolle Show mit tausenden von Gästen und mehreren hundert Mitwirkenden, ist unter den gegebenen Umständen nicht zuverlässig und sicher planbar.“

Die Preisverleihung findet immer in geschlossen Räumen unter starker Zuschauerbeteiligung und eng aneinanander stehenden Tischen im Herbst statt, zuletzt 2019 in Baden-Baden. Prominente Gäste aus aller Welt kommen eigentlich zur Verleihung. Offensichtlich soll die Schlagzeile „Coronabeschleuniger Bambi“ dringend vermieden werden.

Der wichtigste Fernsehpreis des Medienkonzerns könnte könnte also frühestens 2022 kommen. Die Veranstalter stehen bis dahin womöglich noch vor einer Herausforderung: Anfang letzten Jahres kündigte die ARD nach fast einem Vierteljahrhundert der Übertragung an, dass die Gala aus dem Porgramm genommen wird. Trotz relativ guter Quoten. Bis zum nächsten Jahr müsste also noch ein neuer Kooperationspartner gefunden werden. Ob eine reine Übertragung per Livestream für Burda dabei auch infrage kommt, ist sicherlich heute noch nicht absehbar.

In dieser und in der letzten Woche kündigten einige Veranstalter wieder Branchenveranstaltungen mit Publikum an. Beispielsweise wird der Theodor-Wolff-Preis, das Greentech Festival oder der VDZ Publisher’s Summit auch als realer Event laufen. Nur können diese Veranstaltungen sich den derzeitigen Bedinungen einfacher unterwerfen als Burdas Bambi. (dh)

Foto: Hubert Burda Media