Der Special Interest-Verleger Torsten Herres weitet seine Aktivitäten nach Norden aus. Mit seiner neuen Unternehmung Universal Experts arbeitet der Medienunternehmer künftig auch von Hamburg aus. Bei der Gründung des 49-Jährigen dreht sich alles um die digitale Plattformen. Dabei will er unter anderem „aktiv mitgestalten, in welchem Zusammenhang sich welche Nachricht“ beispielsweise bei Google später wiederfindet. Der Fokus soll auf dem internationalen Geschäft liegen.

Herres ist bereits mit Unternehmungen in Bonn (Medienbüro Herres), Leipzig (Auerbach Verlag) und München (CSP) vertreten. In Hamburg ist er schon startklar, der Rheinländer hat bereits ein neues Büro in der Nähe der Binnenalster gefunden, weitere Büros in anderen Regionen seien keineswegs ausgeschlossen. Für Clap hat er ein paar Fragen zu seinen neuen Vorhaben beantwortet.

Warum heißt ihre neue Unternehmung eigentlich Universal Experts?

Herres: Der Name leitet sich von der James-Bond-Reihe ab. Wenn der MI6 in den Romanen von Ian Flemming verdeckt arbeitet, nennt er sich nicht „MI6“, sondern auf seiner Visitenkarte und dem Türschild steht „Universal Exports“. Nun sind wir zwar weder Agenten, noch Exporteure und wollen es auch nicht werden. Wenn man jedoch mit Informationen arbeitet, sollte man stets diskret vorgehen und das auch von Beginn an gegenüber Auftraggebern unterstreichen. Ich fand die Idee gut, diese 007-Assoziation im Namen aufzugreifen.

Clap: Wenn wir das richtig verstehen, wollen sie vor allem junge digitale Medientalente für Universal Experts gewinnen. Ist das richtig?

Herres: Gerade junge Menschen, Gründer und Startups, die sich mit moderner Medienverarbeitung, mit der Bändigung der zunehmenden Datenflut, intelligenter Filterung und smarter Vernetzung von Information beschäftigen, sind hierbei für mich von besonderem Interesse. Neue digitale Plattformen und disruptive Technologien waren und sind – auch in der politischen Kommunikation – schon immer meine Lieblingsthemen. Darum wird es auch weiterhin gehen.

Clap: Sie wollen international agieren. In welchem Land sollen die ersten Missionen der Universal Experts laufen?

Herres: Momentan bewegen sich unsere Geschäftsanbahnungen in Richtung südliches Europa und Südosteuropa. Mal schauen, was daraus noch erwächst. Innovation muss dabei künftig nicht zwingend aus dem Silicon Valley oder gut kopiert aus Fernost kommen, auch wenn viele Menschen das weiterhin erwarten werden. Hier können und sollten wir meines Erachtens mit eigenem Geist und Innovationskraft viel stärker selbst bei digitalen Themen mitten in Europa ansetzen!

Bislang waren Sie als Special Interest Verleger in Leipzig bekannt mit Zeitschriftentiteln wie „Der Grillmeister“ oder „Haus und Garten Test“. Sie sind Mitgründer des Auerbach Verlags. Das bleibt?

Herres: Selbstverständlich. Der Auerbach Verlag in Leipzig arbeitet effizienter und umfangreicher denn je: Zeitschriften, digitale Magazine, Webportale, Apps, Informationsdienste, Sachbücher, Romane, unsere Foren, Newsletter… Das alles in unserem eigenen großen Leipziger Verlagshaus – mit wunderschönem Ausblick auf das historische Völkerschlachtdenkmal. (dh)