Bereits einige Male berichtete Clap vom umfangreichen Transformationsprozess der deutschen Dependance des Traditionsverlages. Vor allem bei „GQ“ und bei der „Vogue“ kam es während der letzten Monate personell gesehen zu großen Umbrüchen. Nachdem das Spitzenpersonal, vor allem die Chefredaktionen und einige leitende Mitarbeiter, ausgetauscht wurden, sollen nun auch deutlich weniger angestellte Journalisten in den Redaktionen arbeiten.

Nach Clap-Inforamtionen gibt es angeblich für die Modebibel „Vogue“ künftig nur noch eine verkleinerte Redaktion. So kann wohl Stephanie Neureuter, Head of Editorial Content bei „Vogue“, nur noch auf eine kleinere Personalstärke zurückgreifen. Die Rede ist hier von einer einstelligen Zahl von festen redaktionellen Mitarbeitern. Schon im Juni war bekannt geworden, dass rund 50 Mitarbeiter gehen sollen. Wieviele Mitarbeiter die Redaktion verlassen sollten war allerdings bislang noch unklar. Ein Grund für die Einsparmaßnahmen in den Redaktionen ist wohl, dass für die globalen Ausgaben von Condé Nast künftig mehr Übersetzer als Journalisten gebraucht werden.

Die Maßnahmen sorgte in der jüngeren Vergangenheit auch für große Aufmerksamkeit bei der Konkurrenz. So ärgerte sich beispielsweise Inga Griese, „Icon“-Chefredateurin, dass offensichtlich in den Condé Nast-Redaktionen die Übersetzer das Ruder übernehmen. Auf Clap-Anfrage hinsichtlich der Verkleinerung der „Vogue“-Redaktion gab es von Condé Nast Deutschland keine Stellungnahme. (dh)

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